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Landkreistag fordert vollständige Öffnung der Schulen spätestens im Juni

  • Der Präsident des Landkreistages erinnert Bund und Länder an ihr Versprechen, die Schulen zuerst wieder zu öffnen.
  • Spätestens im Juni müsse wieder normaler Unterricht stattfinden, fordert Reinhard Sager.
  • Er warnt auch vor zu viel Kontrolle bei den aktuellen Öffnungsschritten – die Menschen seien vernünftig.
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Der Deutsche Landkreistag hat gefordert, dass die Schulen bundesweit spätestens im Juni wieder für normalen Unterricht in ganzen Klassen geöffnet werden.

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„Wir haben uns immer für Lockerungen mit Augenmaß und in Abhängigkeit von der Gesamtsituation vor Ort aus­ge­spro­chen. Der Bereich, der jetzt neben dem Handel und vereinzelt der Kultur noch fehlt, sind die Schulen“, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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„Hier erinnern wir an das Versprechen, diese als Erste wieder zu öffnen – und zwar ganz, nicht nur im Wechselunterricht“, forderte Sager. Diese Öffnungen seien jetzt verantwortbar, sie sollten im Mai beschlossen und spätestens zum Juni umgesetzt werden.

Sager betonte weiter: „Bis dahin dürften noch mehr, wenn nicht alle Bundesländer die Inzidenz von 100 unterschreiten.“

Wechselunterricht ab Inzidenz von 100

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Nach den aktuellen Regeln gilt, dass ab einer Inzidenz von 100, also 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in einem Kreis, an den Schulen Wechselunterricht stattfinden muss und Schüler wie Lehrer zweimal pro Woche getestet werden müssen.

Wenn die Inzidenz 165 überschreitet, darf kein Präsenzunterricht mehr in den Schulen stattfinden und die Regelbetreuung in Kitas ist untersagt. Ausnahmen können für Abschlussklassen und Förderschulen gemacht werden.

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Der Präsident des Landkreistages sprach sich auch in anderen Bereichen für weitere Öffnungsschritte bei gleichbleibender Vorsicht aus. „Wichtig ist aber auch in dieser Phase der vorsichtigen Öffnungen, dass die Verhaltens- und Hygieneregeln strikt eingehalten werden.“

Es sei zu beobachten, dass sich die Menschen auch in kleineren Gruppen vermehrt draußen treffen. Das sei bei gutem Wetter nicht zu vermeiden. „Bei der Bewertung sollten wir immer auch beachten, dass der Hauptübertragungsweg des Virus über Aerosole an der frischen Luft deutlich abgeschwächt ist. Im Grunde genommen sollten wir die Menschen sogar etwas ermutigen, vor die Tür zu gehen, natürlich ohne in größeren Gruppen zusammenzukommen“, betonte Sager.

Weniger Kontrolle gefordert

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Den praktischen Umgang mit Testvorschriften sieht Sager entspannt: „Die Einzelhändler lassen sich am Eingang den Impfpass beziehungsweise den letzten positiven PCR-Test oder andere Bescheinigungen vorzeigen. „Das läuft praktisch wie bei den negativen Tests. Wir haben bislang keinen Grund zur Annahme, dass das nicht funktioniert.“

Die vielen kommunalen Modellvorhaben hätten belegt, dass das leistbar sei und die Menschen weit überwiegend verantwortungsbewusst seien. „Wir sollten sie auch so behandeln und nicht immer nach Kontrollen rufen.“

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