Länder-Umweltminister lehnen Mindestabstand bei Windrädern ab

  • Die Bundesregierung und die Koalitionsspitzen hatten sich darauf geeinigt, dass zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen künftig mindestens 1000 Meter Abstand sein sollen, um die Akzeptanz bei Anwohnern zu vergrößern.
  • Doch die Umweltminister der Länder lehnen diese Pläne ab.
  • Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.
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Hamburg. Die Umweltminister der Länder haben sich auf ihrer Herbsttagung in Hamburg einstimmig gegen einen Mindestabstand beim Bau von Windkraftanlagen ausgesprochen.

Die von der Bundesregierung geplante Vorschrift, wonach Windräder mindestens 1000 Meter von Wohnbebauung entfernt sein müssen, sei "ein falsches Signal für den aktuell ohnehin fast zum Erliegen gekommenen Ausbau der Windenergie an Land", heißt es in dem Beschluss nach Angaben des baden-württembergischen Umweltministeriums.

“Die Windkraft an die Wand zu fahren - das kann nicht der Weg sein, wenn wir Klimaschutz ernst nehmen.”

Franz Untersteller, Umweltminister von Baden-Württemberg
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"Die Windkraft an die Wand zu fahren - das kann nicht der Weg sein, wenn wir Klimaschutz ernst nehmen", sagte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) am Freitag.

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Die Bundesregierung und die Koalitionsspitzen hatten sich darauf geeinigt, dass zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen künftig mindestens 1000 Meter Abstand sein sollen, um die Akzeptanz bei Anwohnern zu vergrößern. Ein Gesetzentwurf von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht vor, dass das ab mehr als fünf Häusern gelten soll, und der Abstand auch von Häusern gehalten werden muss, die erst noch gebaut werden könnten.

RND/dpa

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