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  • Lampedusa: Mehr als 2000 Flüchtlinge in wenigen Tagen – EU-Kommission kritisiert fehlende Hilfe bei Übernahme

EU-Kommission kritisiert fehlende Hilfe bei der Übernahme von Migranten

  • Obwohl die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten zur Hilfe bei der Aufnahme von Migranten aufrief, hat es bisher noch keine Angebote gegeben.
  • In wenigen Tagen sind mehr als 2000 Flüchtlinge auf der Mittelmeerinsel Lampedusa angekommen.
  • Italien steht mit diesem Andrang bislang allein da.
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Brüssel. Deutschland und die anderen EU-Staaten haben Italien bislang nicht angeboten, Migranten von der Mittelmeerinsel Lampedusa zu übernehmen. Bislang habe es für derlei Umsiedlungen keine Angebote der EU-Länder gegeben, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag in Brüssel.

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Hunderte Flüchtlinge auf Lampedusa angekommen
1:27 min
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der angekommenen Migranten mehr als verdoppelt.  © Reuters

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hatte die EU-Länder am Vortag aufgerufen, Italien zu helfen. Auf der kleinen Insel Lampedusa kommen seit einigen Tagen wieder deutlich mehr Bootsmigranten an – innerhalb kurzer Zeit mehr als 2000.

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Der Sprecher der EU-Kommission verwies auf laufenden Gespräche mit Italien und anderen Mitgliedsstaaten. Zudem leisteten EU-Agenturen wie Frontex oder Europol Hilfe. Seit 2018 seien 1273 Migranten aus Italien umgesiedelt worden. Aus Malta waren es nach Angaben der EU-Kommission 1509.

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Daran hätten sich insgesamt zehn Länder beteiligt: Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Lettland, Litauen, Portugal, Rumänien, Slowenien und Spanien.

RND/dpa

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