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Lambrecht und Rörig: Brauchen nationalen Pakt gegen sexuelle Gewalt an Kindern

  • Bundesjustiz- und -familienministerin Christine Lambrecht (SPD) und der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, haben einen nationalen Pakt gegen sexuelle Gewalt gefordert.
  • Rörig sagte, „zehntausendfaches Leid mitten unter uns“ könne nur durch politischen Willen verhindert werden.
  • Deutschland müsse mehr unternehmen.
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Berlin. Bundesjustiz- und -familienministerin Christine Lambrecht (SPD) und der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, haben zum entschiedenen Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendliche aufgerufen.

„Wir brauchen einen nationalen Pakt gegen sexuelle Gewalt“, forderte Rörig am Mittwoch in Berlin. „Zehntausendfaches Leid mitten unter uns“ könne nur durch entschiedeneren politischen Willen und konsequenteres Handeln verhindert werden, sagte Rörig. Deutschland müsse mehr unternehmen gegen „die Masse an Sexualstraftaten gegen Kinder und Jugendliche“.

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Rörig und Lambrecht präsentierten das Abschlussdokument des Nationalen Rats gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. In der „Gemeinsamen Verständigung“ ist ein Handlungskatalog aufgeführt von Schutzkonzepten für Schulen und Vereine über kindgerechte Gerichtsverfahren bis zu speziellen Hilfen für Kinder, die Opfer von Menschenhändlern geworden sind.

Täter müsse „angst und bange“ werden

Lambrecht sagte, das Gremium werde auch in der kommenden Legislaturperiode gebraucht. Sie unterstützte Rörigs Forderung nach einer Enquetekommission im neuen Bundestag, die die Bekämpfung der Gewalt im Internet voranbringen müsse. Sonja Howard vom Betroffenenrat sagte, den Tätern müsse „angst und bange werden“.

Bisher sei es Glück und Zufall, ob einem Kind geholfen werde. Das hänge noch immer vom Wohnort und einzelnen engagierten Personen ab, kritisierte Howard.

Der Nationale Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen wurde von Rörig und Lambrechts Vorgängerin Franziska Giffey (SPD) ins Leben gerufen und arbeitet seit Ende 2019. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, der Betroffenen und der Zivilgesellschaft an.

Ziel der Arbeit ist es, sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche dauerhaft und auf allen Ebenen zu bekämpfen. Mitglieder des Rates sollten im Anschluss von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen werden.

RND/epd

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