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„Die Pandemie ist noch nicht überstanden“: Lambrecht findet Aufhebung der Corona-Maßnahmen noch zu früh

  • In der letzten Woche wurden die Stimmen immer lauter schon bald die Corona-Maßnahmen aufzuheben
  • Anders als ihr Parteikollege Heiko Maas, findet Justizministerin Christine Lambrecht diesen Schritt aber noch zu früh.
  • Ihre Bedingung: Erstmal weitere Schritte in Richtung Herdenimmunität gehen.
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Berlin. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hält es noch für zu früh, alle Corona-Beschränkungen aufzuheben. „Bevor wir alle Maßnahmen aufheben können, müssen wir noch deutlich weiter in Richtung Herdenimmunität kommen“, sagte die SPD-Politikerin der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstag).

Erwachsene mit bestimmten Vorerkrankungen und Kinder könnten sich nicht mit einer Impfung schützen – selbst wenn sie wollten. Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff.

„Die Pandemie ist noch nicht überstanden“, sagte Lambrecht. Gleichwohl müssten alle verbliebenen Maßnahmen laufend darauf überprüft werden, ob sie noch verhältnismäßig sind. Außenminister Heiko Maas (ebenfalls SPD) hatte sich jüngst für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben.

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Damit sei im Laufe des Augusts zu rechnen. Lambrecht hatte sich daraufhin bereits dafür ausgesprochen, einige Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen einer Maske in Innenräumen vorerst beizubehalten.

Ein wenig optimistischer zeigt sich Hamburgs Oberbürgermeister Peter Tschentscher. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er: „Ich denke, wir werden die Pandemie dieses Jahr hinter uns lassen.“ Der SPD-Politiker macht das an drei wesentlichen Punkten fest. So helfe zum einen, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger geimpft sind.

Bis zum 8. Juli wurden laut Daten des Robert Koch-Institut 57,9 Prozent der Deutschen einmal geimpft, 41,5 Prozent der Menschen haben bereits den vollen Impfschutz erhalten.

Zum anderen gebe es inzwischen eine umfangreiche Teststrategie sowie viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen in kritischen Bereichen. „Deswegen hoffe ich, dass das Infektionsgeschehen auch im Herbst niedrig bliebt und keine erneuten Lockdown-Maßnahmen erforderlich werden“, sagte Tschentscher.

RND/dpa/ch

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