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Kretschmer über Biedenkopf: „Wir alle haben einen großartigen Menschen verloren”

  • Der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf ist im Alter von 91 Jahren gestorben.
  • CDU-Chef Armin Laschet würdigt seinen ehemaligen Parteikollegen als „Ausnahmepolitiker”.
  • Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer spricht von einem „großartigen Menschen”, der verloren worden sei.
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Dresden. Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat den gestorbenen früheren sächsischen Ministerpräsident Kurt Biedenkopf als “Ausnahmepolitiker” gewürdigt. Er sei auch “ein Staatsmann und ein Landesvater im besten Sinne” gewesen, sagte Laschet am Freitag in Berlin. Ihm sei es gelungen, Sachsen zu einer blühenden Landschaft und zu einem Hightech-Standort zu machen. Als Generalsekretär der CDU habe er die Partei in den siebziger Jahren modernisiert.

Biedenkopf war am Donnerstagabend im Alter von 91 Jahren gestorben. Er sei im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen, teilte die Staatskanzlei in Dresden im Auftrag der Familie am Freitag mit. Laschet sagte: „Er hat sich bleibende Verdienste um unser Land und um die Christlich Demokratische Union erworben.”

„Ein großer Sachse ist von uns gegangen”

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) würdigte Biedenkopf als große deutsche Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts. „Ein großer Sachse ist von uns gegangen“, sagte der CDU-Politiker am Freitag. „Als Ministerpräsident hat er von 1990 bis 2002 das Fundament für eine erfolgreiche Entwicklung unserer Heimat gelegt.“

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Unter der Biedenkopf-Ägide seien die sächsische Verwaltung neu errichtet sowie Hochschulen und Wissenschaft grundlegend reformiert worden. Kretschmer erinnerte zudem an das Engagement des Politikers bei der Ansiedlung von Unternehmen sowie wichtige Weichenstellungen für Infrastruktur, Kultur und Kunst.

Kretschmer bezeichnete Biedenkopf als „begnadeten Redner und Erklärer der Weltlage“. „Wir alle haben einen großartigen Menschen verloren. Kurt Biedenkopf wird uns fehlen. Er wird auf Dauer einen Platz in der sächsischen Geschichte haben“, so Sachsens Regierungschef.

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Steinmeier: „Eine wichtige Integrationsfigur, ein Symbol der inneren Einheit”

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kondolierte Ingrid Biedenkopf, der Ehefrau des früheren sächsischen Ministerpräsidenten. Nach RND-Informationen schrieb er: „Die Nachricht erfüllt mich mit großer Trauer. Gerne denke ich in diesen Stunden an die vielen Gespräche und Begegnungen mit Ihrem Mann zurück. Kurt Biedenkopf hat Politik und Wissenschaft in beeindruckender Weise zu verbinden gewusst.” Als Modernisierer habe er die Volkspartei CDU und die Reformfähigkeit Deutschlands gestärkt.

Weiter schreibt Steinmeier: „Für mich wird der Name Kurt Biedenkopf immer und vor allem auch mit dem politischen Aufbruch in Ostdeutschland nach der Friedlichen Revolution verbunden bleiben. In seiner Zeit als Ministerpräsident des Freistaates Sachsen ist es ihm auf beeindruckende Weise gelungen, Reformen voranzutreiben und gleichzeitig die sächsische Tradition zu pflegen. Wer Ihren Mann beobachtete, konnte spüren, welche Freude es ihm bereitete, Verantwortung zu übernehmen.”

Zusammen mit vielen Menschen in unserem Land blicke er in diesen Stunden dankbar auf die großen Verdienste Biedenkopfs um das Zusammenwachsen von Ost und West. „Ihr Mann war eine wichtige Integrationsfigur, ein Symbol der inneren Einheit. Kurt Biedenkopf wird mir und uns allen als ein Mann in Erinnerung bleiben, der geradlinig, sensibel und verlässlich war. Ich habe ihn sehr geschätzt und werde ihn nicht vergessen.”

RND/dpa

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