Kultusministerchefin will Pakt für bessere Rechtschreibung

  • Wie wichtig ist der Rechtschreibunterricht heute noch?
  • Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, hält ihn für grundlegend – und widerspricht damit Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.
  • Hubig will, dass sich die Länder in der Frage mehr Expertenrat einholen.
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Berlin. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig (SPD), hält einen Pakt für bessere Rechtschreibung für geboten. “Lesen, schreiben, rechnen – das müssen alle Kinder in der Grundschule lückenlos lernen”, sagte Hubig dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Das sei eine “soziale Frage”. “Zu dieser, aber auch zu anderen Fragen sollten wir 16 Länder uns aus meiner Sicht noch stärker Expertenrat einholen und uns regelmäßig austauschen”, schlug Hubig vor, die Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz ist. “Dazu könnten gerade auch Empfehlungen eines Sachverständigenrates beitragen.”

Widerspruch zu Kretschmann

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte hingegen in Zweifel gezogen, ob Rechtschreibung noch die oberste Priorität im Grundschulunterricht sein müsse. “Jeder Mensch braucht ein Grundgerüst an Rechtschreibkenntnissen, das ist gar keine Frage. Aber die Bedeutung davon, Rechtschreibung zu pauken, nimmt ab, weil wir heute ja nur noch selten handschriftlich schreiben”, hatte er der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

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