Kühnert: Jugend nicht gegen Ältere ausspielen

  • Kevin Kühnert spricht sich in der Corona-Krise gegen einen Deal der Generationen aus, der von Margot Käßmann initiiert worden ist.
  • Die Jugend solle nicht gegen Eltern oder Großeltern ausgespielt werden, so der stellvertretende SPD-Vorsitzende.
  • Und noch eine andere Unterstellung ist ihm ein Dorn im Auge.
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Berlin. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kevin Kühnert hat sich gegen einen “Deal” der Generationen in der Corona-Krise ausgesprochen, wie ihn die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, vorgeschlagen hat. “Der Vorschlag diskriminiert Ältere und blendet aus, was wir über das Virus bisher wissen”, sagte der 30-jährige Juso-Vorsitzende am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). “Gerade als Jugendorganisation verwahren wir uns dagegen, gegen unsere Eltern und Großeltern ausgespielt zu werden.”

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Falsches Krankheitsbild vermittelt

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Der Vorschlag Käßmanns vermittle zudem ein falsche Krankheitsbild, da auch junge Menschen an Covid-19 mit schweren Verläufen erkranken könnten. "Dazu kommt die psychische und emotionale Belastung, die die Isolation mit sich bringt."

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Die 61 Jahre alte frühere hannoversche Landesbischöfin und EKD-Ratsvorsitzende Käßmann hatte einen "Deal" der Generationen in der Corona-Krise ins Gespräch gebracht. "Wenn ich wüsste, dass die Kleinen und Jüngeren wieder rauskönnen, wenn wir, die über Sechzigjährigen, die Risikogruppen, zu Hause blieben, wenn das der Deal wäre, dann würde ich mich darauf einlassen", sagte die Theologin dem Straßenmagazin "Asphalt" in Hannover. Die Älteren hätten ein gutes Leben gelebt. Deshalb sei es angesichts der Bedrohung durch Covid-19 jetzt an ihnen, zugunsten der Kinder zu verzichten.

RND/epd

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