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  • Kubicki fordert Entschuldigung von Klingbeil für dessen Lindner-Seitenhieb

Klingbeils Lindner-Seitenhieb erzürnt Kubicki: “Sollte sich schämen"

  • Dass Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow die Corona-Beschränkungen im Land aufheben will, hält SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil für gefährlich.
  • Er wirft Ramelow vor, sich von Verschwörungstheoretikern leiten zu lassen - und teilt dabei auch gegen FDP-Chef Christian Lindner aus.
  • Damit wiederum bringt Klingbeil nun FDP-Vize Wolfgang Kubicki gegen sich auf.
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Berlin. Der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki hat von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil eine Entschuldigung für dessen Kritik an Parteichef Christian Lindner verlangt. “Die jüngsten Äußerungen des SPD-Generalsekretärs Lars Klingbeil zu Corona-Lockerungen in Thüringen, in denen Christian Lindner in eine Reihe mit Verschwörungstheoretikern gestellt wird, sind eine Schande für die einst stolze Sozialdemokratie”, sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. “Anständige Sozialdemokraten würden sich für eine derartige Entgleisung schämen und sich entschuldigen.”

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow vorgeworfen, sich mit der geplanten Abschaffung der Corona-Schutzmaßnahmen von Verschwörungsanhängern leiten zu lassen. „Ich erwarte von einem Politiker, dass man führt, dass man Orientierung gibt, aber dass man sich nicht von ein paar Tausend Menschen, die sich mit Verschwörungstheorien auf die Plätze stellen, leiten lässt“, sagte Klingbeil am Montag in einem Interview mit der „Bild“-Redaktion. Und er ergänzte: „Wenn der einzige Applaus, den man bekommt, von Attila Hildmann und Christian Lindner kommt, muss Herr Ramelow sich fragen, ob er alles richtig gemacht hat.“ Dessen Plan halte Klingbeil für gefährlich. So entstünde der Eindruck, dass alles überwunden sei. „Das ist ein völlig falsches Signal.“

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Kubicki legt Klingbeil nahe, über dessen Amt nachzudenken

Kubicki konterte, Klingbeil sollte sich bei seinen Parteifreunden in Thüringen und in Sachsen erkundigen, ob sie die verfassungsrechtlich gebotenen, weiteren Lockerungen ebenfalls für unverantwortlich und gemeingefährlich halten. “Wer, wie Klingbeil, andere politische Auffassungen in die Nähe von Aluhüten stellt, hat sich aus einem ernsthaften Diskurs über die Zukunft dieses Landes verabschiedet und sollte sich überlegen, ob er seinem Amt gewachsen ist.”

Klingbeils Kritik vorausgegangen war Ramelows Ankündigung, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten zu wollen. Damit würden landesweite Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten. Anstatt dieser Vorgaben soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben.

RND/dpa

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