Kritik an Kretschmer wegen Diskussion mit Corona-Demonstranten

  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will erneut mit Gegnern der Corona-Politik diskutieren.
  • Doch das kommt bei Politikern des Bundeslandes nicht gut an.
  • Kritik kommt auch aus den Reihen der eigenen Koalition.
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Berlin. Gegner der Corona-Maßnahmen hatten am vorletzten Wochenende Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) vor seinem Privatgrundstück aufgesucht. Kretschmer hatte diesen dann ein Folgetreffen versprochen, welches am kommenden Donnerstag online stattfinden soll.

Doch das kommt bei Politikern der in Sachsen regierenden Kenia-Koalition nicht gut an. So macht die sächsische Grünen-Fraktionsvorsitzende Franziska Schubert klar, dass es bei aller Dialogbereitschaft Grenzen geben müsse, wie die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet. Diese Grenzen seien „erreicht, wenn man es offensichtlich mit Menschen zu tun hat, die statt an Dialog eher daran interessiert sind, ihre vermeintliche Wahrheit polternd vorzutragen“, wird Schubert zitiert.

Kritik kommt laut dem Bericht auch vom SPD-Landtagsabgeordneten und ehemaligen Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter. „Bei aller Wertschätzung für den Ministerpräsidenten: Ich halte es für fatal, wenn er den Eindruck erweckt, jedem, der ihn am Gartenzaun erwischt, zur Belohnung eine Audienz zu gewähren“, sagte er der Zeitung.

RND//LVZ/das

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