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  • Kristen Welker: NBC-Moderatorin hatte TV-Duell zwischen Trump und Biden im Griff

Kristen Welker - das ist die Moderatorin der Fernsehdebatte zwischen Trump und Biden

  • Sie hatte die Präsidentschaftskandidaten im Griff: Kristen Welker.
  • Die Moderatorin von NBC News führte am Donnerstag durch die letzte TV-Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden.
  • Klare Ansagen zu Beginn ermöglichten einen Meinungsaustausch, dem man – anders als beim ersten TV-Duell – inhaltlich folgen konnte.
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Nashville. Die Journalistin Kristen Welker hat es geschafft, die Streithähne zu zähmen: Nach der Fernsehdebatte zur US-Präsidentschaftswahl prasselte jede Menge Lob in den sozialen Netzwerken auf die 44 Jahre alte Moderatorin ein. Anders als bei der ersten TV-Diskussion zwischen Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden verlief das Aufeinandertreffen am Donnerstag in Nashville (Tennessee) in geordneten Bahnen.

Dafür gab es auch Anerkennung vom Moderator der ersten TV-Debatte Ende September, Chris Wallace. „Ich bin neidisch“, sagte der Kommentator des Senders Fox News der Zeitung „New York Times“.

Ihr normaler Arbeitsplatz: Kristen Welker von NBC News © Quelle: NBC News
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Welker ist erst die zweite schwarze Frau in der Geschichte der Debatten um das Weiße Haus, die allein moderierte. Die erste war die ABC News-Journalistin Carole Simpson 1992. Im November 2019 moderierte Welker im Zuge der Vorwahlen der Demokraten gemeinsam mit der MSNBC-Moderatorin Rachel Maddow, der NBC-Nachrichtenjournalistin Andrea Mitchell und der Washington Post-Korrespondentin für das Weiße Haus, Ashley Parker, eine Debatte der Kandidaten.

Gleich zu Beginn der Präsidentschaftsdebatte am Donnerstag verschaffte sich die Journalistin von NBC News mit klaren Ansagen Respekt. „Bitte sprechen Sie einer nach dem anderen“, ermahnte sie beispielsweise. Welker kennt den Politik-Betrieb in Washington perfekt, sie arbeitet als Korrespondentin im Weißen Haus.

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Trump kritisierte Welker vorab als „radikale linke Demokratin“

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Die erste Fernsehdebatte war davon geprägt, dass sich die beiden Kandidaten ständig ins Wort fielen; vor allem Trump hatte damals wiederholt den Kandidaten der Demokratischen Partei unterbrochen.

Vor der Debatte am Donnerstag hatte Trump Welker noch als „total parteiisch“ kritisiert und sie eine „radikale linke Demokratin“ genannt.

In den eineinhalb Stunden der aus Nashville übertragenen Fernsehdiskussion fügte er sich aber ihren Weisungen. Die Moderatorin ließ den Diskussionen ihren Lauf, griff aber auch mehrfach ebenso höflich wie bestimmt ein, um die Debatte zum nächsten Thema zu bringen.

RND/fw mit dpa

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