Kriminelle Familienclans verdienen keine Rücksicht

  • Die organisierte Kriminalität blüht weiterhin in Deutschland.
  • Der Kampf dagegen nimmt nur langsam Fahrt auf.
  • Er liegt nicht zuletzt im Interesse von Millionen Zuwanderern, kommentiert Christian Burmeister.
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Berlin. Die staatlichen Behörden nehmen die Organisierte Kriminalität heute deutlich ernster, als sie dies noch vor einigen Jahren getan haben. Das scheint auch notwendig. Dass das BKA nun erstmals sogar eine gesonderte Statistik zu kriminellen Familienclans führt, ist ein kleiner Ausdruck dessen.

Für den Staat sind die oft libanesisch, türkisch oder kurdisch geprägten Clans keine existentielle Bedrohung. Dennoch sind sie ein Problem - nicht zuletzt für die Millionen Zuwanderer, die mit der Rechtsstaatsverachtung, kriminellen Energie und Gewaltbereitschaft dieser archaischen Sippen nichts zu tun haben und nichts zu tun haben wollen, aber von interessierter Seite mit ihnen gerne in einen Topf geworfen werden. Deshalb ist es auch besonders absurd, dass linke Parteien aus der Befürchtung heraus, "ethnische Stereotype" zu befördern, das Problem lange eher klein geredet haben.

Aber auch die politische Rechte hat mit ihrer inkonsequenten Zuwanderungspolitik beispielsweise gegenüber Libanesen einen Schwebezustand herbeigeführt, der den Weg in die Kriminalität für viele der Betroffenen wohl als logische Konsequenz erscheinen ließ.

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Fehlendes Personal, mangelnde Zusammenarbeit

Um diese verfestigten Strukturen aufzubrechen, muss noch viel geschehen. Zwar sind die Behörden in einigen Bereichen, beispielsweise bei der Beschlagnahmung krimineller Vermögen, auf dem richtigen Weg. Aber in der Justiz und bei der Polizei fehlen oft noch das nötige Personal und eine entsprechende technische Ausstattung.

Auch die europäische Zusammenarbeit der Behörden reicht noch lange nicht aus. Das Organisierte Verbrechen kennt sprichwörtlich keine Grenzen. Und auch Diskussionen darüber, Frauen und Kinder aus nachweislich kriminellen Clans herauszuholen, sollte kein Tabu sein - entsprechende staatliche Auffang-Strukturen vorausgesetzt.

Die Gesellschaft muss sich im Kampf gegen die organisierte Kriminalität von dem Motto leiten lassen: Wir sind zwar grundsätzlich liberal - aber nicht doof.

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