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Videobotschaft an slowakisches Parlament

Selenskyj warnt: Wer mit Russland zusammenarbeitet, dem droht ein Schicksal wie der Ukraine

Slowakische Oppositionspolitiker verlassen den Sitzungssaal während einer Videoansprache des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Bratislava. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Slowakei und andere EU-Länder vor einer weiteren Zusammenarbeit mit Russland gewarnt. Dadurch drohe ihnen ein ähnliches Schicksal, wie es die Ukraine derzeit erleide, sagte er am Dienstag in einer Videobotschaft an das Plenum des slowakischen Parlaments in Bratislava. Er habe Verständnis dafür, dass die Slowakei schwer auf russische Gasimporte verzichten könne. Ähnlich hätten aber früher auch ukrainische Politiker argumentiert und für billiges Gas in großer Menge die Stationierung der Schwarzmeerflotte erlaubt.

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Erwartungsgemäß forderte Selenskyj die Slowakei zur Lieferung weiterer Rüstungsgüter wie Kampfflugzeuge und Hubschrauber sowie zu härteren Sanktionen gegen Russland auf. „Wenn wir die russische Armee nicht aufhalten, rückt sie weiter vor, auch auf das Gebiet der Slowakei“, sagte er. Seine Ansprache beendete er mit dem Kampfruf „Slawa Ukrajini“ (Ruhm der Ukraine). Die slowakischen Parlamentsabgeordneten, die keine Möglichkeit zu Fragen hatten, erhoben sich daraufhin zu langanhaltendem Applaus.

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Ex-Regierungschef Fico kritisiert Selenskyj

Mehrere Oppositionsreihen blieben allerdings leer, weil linke und rechtsextreme Abgeordnete die Sitzung boykottierten. Ex-Regierungschef Robert Fico als Chef der größten Oppositionspartei Richtung-Sozialdemokratie hatte gewarnt, Selenskyj wolle die Slowakei in einen Krieg hineinziehen, in dem sie nur verlieren könne.

Der liberale Außenminister Ivan Korcok warf den Oppositionspolitikern deshalb „Feigheit“ vor. Die Slowakei könne nicht so tun, als ob dieser Krieg sie nichts angehe. Mit Auftritten wie vor dem slowakischen Parlament stärke Selenskyj die Überzeugung, dass dieser Krieg „ein siegreiches Ende für die Ukraine und Europa haben“ werde, sagte Korcok nach der Selenskyj-Rede.

RND/dpa

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