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Unter keinen Umständen eingreifen?

Estland kritisiert Vorgehen gegen Putin: Der Westen sollte keine rote Linien ziehen

Estlands Regierungschefin Kaja Kallas.

Tallinn. Der Westen sollte sich im Ukraine-Krieg nach Ansicht von Estlands Regierungschefin Kaja Kallas weiter alle Optionen offen halten. „Rote Linien wurden nicht vereinbart. Ich mag es nicht, wenn öffentlich gesagt wird, dass wir unter keinen Umständen eingreifen werden“, sagte Kallas am Mittwoch im estnischen Radio.

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Solche festen Linien dürften nicht in den Sand gezeichnet werden. Der russische Präsident Wladimir Putin sollte nicht das Gefühl erhalten, ungestraft handeln zu können, betonte die Ministerpräsidentin des an Russland grenzenden baltischen EU- und Nato-Landes.

Der beste Weg zum Frieden bestehe nach Auffassung von Kallas darin, ein klares Signal zu geben, dass der Westen notfalls eingreifen werde, um Schlimmeres zu verhindern. „Aber die Wahrnehmungen sind anders, besonders in Ländern, die weiter vom Krieg entfernt sind“, sagte sie. „Sie sind auch komplizierter, weil sie die Länder sind, die Flugzeuge haben und eingreifen müssen.“ Die Regierungschefin sagte weiter, dass derzeit leider niemand ein Ende des Krieges sehe und man sich an den Gedanken eines langen Konflikts gewöhnen müsse.

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Auf die Frage nach einer Flugverbotszone über der Ukraine äußerte sich Kallas zurückhaltend. Darauf gebe es keine einfache Antwort, sagte sie und argumentierte eher dagegen. Estlands Parlament hatte in Entschließung am Montag die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen dazu aufgerufen, eine Flugverbotszone zu verhängen. Die Durchsetzung einer solchen von der Ukraine geforderten Zone durch die Nato gilt allerdings als derzeit ausgeschlossen.

RND/dpa

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