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Kretschmer telefoniert mit Putin zu Ukraine-Konflikt und Nawalny

  • Während seines Besuchs in Russland hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer mit Kremlchef Wladimir Putin telefoniert.
  • Kretschmer kritisierte in dem Telefonat die Sanktionen gegen Russland.
  • Er betonte aber auch, dass man den Konflikt um die Ukraine nicht einfach beiseitelassen könne – auch Kremlkritiker Alexej Nawalny war Thema.
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Moskau. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat am Donnerstag während seines Moskau-Besuchs ein Telefonat mit Präsident Wladimir Putin geführt. Wie Kretschmer im Anschluss sagte, sei es dabei um kritische Punkte wie den Ukraine-Konflikt und die Inhaftierung von Kremlkritiker Alexej Nawalny gegangen.

Aber er habe Putin auch gesagt, dass er kein Freund der Sanktionen gegen Russland ist. „Wenn es nach mir ginge, würde ich sie sofort abschaffen“, zitierte Kretschmer aus dem Telefonat. Allerdings könne man den Ukraine-Konflikt und die Frage, wie man diesen löst, nicht einfach beiseiteschieben. Das Minsker Abkommen biete da eine sehr gute Grundlage.

Durch ein Gespräch mit Vertretern der Nichtregierungsorganisation Memorial habe er einen Eindruck von den Schwierigkeiten der Arbeit gewonnen, sagte Kretschmer. Und es sei verständlich, dass gerade junge Leute Sorge hätten, dass Freiheiten weiter verloren gehen könnten. Das drücke sich ganz klar auch in solchen Demonstrationen aus, wie sie am Mittwochabend in Moskau zu sehen waren, als die sächsische Delegation anreiste. Nach Angaben der staatlichen Agentur Interfax demonstrierten in Moskau etwa 6000 Menschen für die Freilassung von Nawalny. Es gab etwa 35 Festnahmen.

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