Kretschmer steht Kenia-Koalition in Sachsen offen gegenüber

  • In Sachsen wurde ein neuer Landtag gewählt.
  • Nach und nach beginnen die Sondierungsgespräche.
  • Ministerpräsident Michael Kretschmer steht einer Kenia-Koalition offen gegenüber.
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Dresden. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sieht in einem möglichen Bündnis mit der SPD und den Grünen nach eigenen Worten eine Chance für den Freistaat. Das Wahlergebnis biete die Möglichkeit, dem Land eine stabile Regierung zu geben, sagte er am Dienstag in Dresden. Im Wahlkampf habe man das Trennende betont, jetzt gelte es, das Verbindende zu finden. „Mein Ziel wäre eine Regierung, die mit Freude an die Arbeit geht, die auch mutig ist und sich neue Dinge vornimmt.“ Die Wähler würden ganz genau beobachten, wer Machtspiele veranstalte. „Kompromisse sind gewollt, aber Streit und Erpressung nicht. Das wissen auch alle.“

Käme eine Kenia-Koalition zustande, wäre es erst die zweite in der Bundesrepublik. Das erste Bündnis aus CDU, SPD und Grünen führt Reiner Haseloff (CDU) seit 2016 in Sachsen-Anhalt an.

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In Brandenburg will Woidke "Koalition der Vernunft"

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke strebt, wie er sagt, eine Koalition der Vernunft an. „Bei mir kommt Vernunft vor Ideologie. Handeln vor Quatschen“, sagte der SPD-Landeschef den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ (Dienstag). Er hoffe, dass der potenzielle Koalitionspartner CDU sich nicht „selbst zerfleddert“. „Eine CDU-Schlachteplatte wie in früheren Zeiten wäre kein schönes Bild.“ Eine Vorliebe für eine mögliche Koalition wollte er nicht äußern. „Alles, was gut ist für Brandenburg, ist eine Option.“ Zudem betonte er: „Mit den Linken gab es eine gute Kooperation, abgesehen von einzelnen Hakeleien.“

Union und SPD hatten starke Verluste erlitten. Die CDU war bei der Landtagswahl in Sachsen am Sonntag zwar wieder stärkste Kraft geworden, die SPD behauptete sich in Brandenburg. In beiden Ländern landete die AfD aber auf Platz zwei. In Sachsen konnte sie ihr Ergebnis auf 27,5 Prozent fast verdreifachen, in Brandenburg auf 23,5 Prozent nahezu verdoppeln.

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Das Protokoll zu den Landtagswahlen finden Sie hier.

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Brandenburg können Sie hier nachlesen:

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Landtagswahl in Brandenburg 2019: Hochrechnung und Ergebnisse

Landtagswahl in Sachsen 2019: Erste Hochrechnung und Ergebnisse

RND/dpa/cz