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Kretschmann: Weihnachten bei aktuellen Infektionszahlen kein Thema

  • Die Infektionswelle müsse zuerst durchbrochen werden, dann stehe das Thema Weihnachten auf der Tagesordnung.
  • Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann nimmt die Hoffnung auf baldige Klärung des Weihnachtsfests für Familien in Deutschland.
  • Aktuell gehe es um mehr als das Fest allein.
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Berlin. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann macht Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen für Weihnachten von deutlich sinkenden Infektionszahlen abhängig. „Bei den Maßnahmen, die wir getroffen haben, geht es darum, die Infektionswelle zu brechen, erst, wenn uns das gelingt - und zwar auf durchschlagende Weise -, können wir darüber sprechen, wie wir Weihnachten gestalten“, sagte der Grünen-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“. „Steigen die Zahlen weiter exponentiell an, wird das zur Überlastung der Krankenhäuser führen“, sagte Kretschmann. „Es geht also derzeit um sehr viel mehr als um Weihnachten.“

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Vor Corona-Beratungen: Kaum Chancen für Lockerungen
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Am Montag wollen Kanzlerin und Ministerpräsidenten eine Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns ziehen. Mit Lockerungen ist kaum zu rechnen.  © dpa
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Kretschmann lobt Merkel: sachorientiert und nüchtern

Kretschmann fordert zudem vor den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am Montag eine grundlegende Überarbeitung der Corona-Warn-App. Die App müsse um zahlreiche Funktionen erweitert und vor allem bei der Kontaktnachverfolgung verbessert werden. „Wir brauchen zum Beispiel eine Check-in-Funktion für Gastronomie und Veranstaltungen, dann kann man auch mit der Zettelwirtschaft aufhören.“

Zudem brauche es eine Erhöhung der Weiterleitungsquote bei positiven Tests, einen häufigeren Datenabgleich, ein Kontakttagebuch, eine Funktion zur Meldung als Risikokontakt. Gesundheitsämter müssten viel stärker auf die Informationen zurückgreifen können. Dafür müsse der Datenschutz gelockert werden. „Wir greifen mit vielen unserer Maßnahmen tief in das Leben der Menschen ein, aber beim Datenschutz legen wir Maßstäbe an, die in einer Pandemie nicht angemessen sind.“

Kretschmann lobte Merkels Krisenmanagement. „Wir dürfen froh und glücklich sein, dass wir in solch einer Pandemie eine sachorientierte, nüchterne Kanzlerin haben.“

RND/dpa

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