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Kretschmann kritisiert eigene Partei im Umgang mit Vorwürfen gegen Baerbock

  • Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Umgang seiner Partei mit den Plagiatsvorwürfen gegen Grünen-Chefin Baerbock bemängelt.
  • Eine „Gegenattacke hätte man wirklich besser gelassen“, so Kretschmann.
  • Trotzdem solle man nun nicht mehr ewig über das Buch reden, sondern über wichtige politische Themen.
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Stuttgart. Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat das Krisenmanagement der Bundespartei bei den Plagiatsvorwürfen gegen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock kritisiert. „Das waren Fehler, da muss man nicht drum rumreden“, sagte Kretschmann in einem SWR-Interview am Freitag.

Kretschmann: Man muss „die Kirche im Dorf lassen“

„Man muss nicht denken, man kann mit einer Gegenattacke landen. Das hätte man wirklich besser gelassen.“ Der einzige grüne Regierungschef sagte aber auch, man müsse jetzt mal „die Kirche im Dorf lassen“ und nicht ewig über das Buch reden, sondern über wichtige politische Themen.

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Die Grünen waren nach Bekanntgabe der Kanzlerkandidatur von Baerbock zunächst im Umfragehoch. Danach gerieten sie aber unter Druck, unter anderem weil Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock wegen ihres Buchs „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ erhoben wurden. Zuletzt lagen die Grünen in Meinungsumfragen unter 20 Prozent und damit weit hinter der Union. Bundesgeschäftsführer Michael Kellner hatte die Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock als „Rufmord“ bezeichnet.

Kretschmann sagte im SWR, es seien noch 70 Tage bis zur Wahl, da könne noch viel passieren. Die Grünen würden gerade jetzt nach der Hochwasserkatastrophe den Kampf gegen den Klimawandel noch stärker in den Vordergrund rücken. „Jetzt sieht jeder: Das ist nicht nur grünes Gerede.“ Es gelte nun noch bessere Vorsorge für die Folgen des Klimawandels zu treffen, etwa im Hochwasserschutz. Daneben müsse der Klimawandel abgebremst werden. „Sonst kriegen wir noch schlimmere Katastrophen.“

RND/dpa

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