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Chefredakteur der „Komsomolskaja Prawda“

„Schlaganfall“: Einer von Putins wichtigsten Propagandisten ist unerwartet gestorben

Russlands Präsident Wladimir Putin (links) spricht bei einem Treffen im Jahr 2018 im Kreml mit dem Chefredakteur der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“, Wladimir Sungorkin, der unerwartet mit 68 Jahren verstorben ist.

Russlands Präsident Wladimir Putin (links) spricht bei einem Treffen im Jahr 2018 im Kreml mit dem Chefredakteur der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“, Wladimir Sungorkin, der unerwartet mit 68 Jahren verstorben ist.

Wladimir Sungorkin, Chefredakteur der kremltreuen Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ ist am Montag unerwartet gestorben. Sungorkin habe bei einer Recherchereise in der ostrussischen Region Primorje einen Schlaganfall erlitten, berichtet die Zeitung. Das Blatt ist die auflagenstärkste Zeitung Russlands.

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Sungorkin galt als einer bedeutendsten Propagandisten Russlands. Die „Komsomolskaja Prawda“ wird von Medien als die „Lieblingszeitung“ von Präsident Wladimir Putin beschrieben. Bei den Präsidentschaftswahlen 2018 fungierte Sungorkin als Treuhänder von Wladimir Putin. Sungorkin wurde 68 Jahre alt.

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Nicht der erste mysteriöse Todesfall in Russland seit Kriegsbeginn

Es ist bei weitem nicht der erste Todesfall unter mysteriösen Umständen, der eine kremlnahe Person trifft. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind bereits mehrere Geschäftsmänner und Beamte unerwartet ums Leben gekommen. So starb etwa Anfang September der Chef des Ölkonzerns Lukoil bei einem Sturz aus einem Krankenhausfenster. Am vergangenen Wochenende soll der Luftfahrtmanager Iwan Peschorin nahe der Stadt Wladiwostok von seiner Yacht gefallen sein. Zwei Tage später wurde sein Leichnam an Land gespült.

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Der nun verstorbene Medienmanager Sungorkin arbeitete seit 1985 als Journalist für „Komsomolskaja Prawda“, bereits 1997 wurde er zum Chefredakteur und später auch Generaldirektor des Verlags „KP“. Seit April 2022 steht Sungorkin auf der Sanktionsliste der Europäischen Union, da der Journalist einer der Hauptakteure der russischen Propaganda sei.

Russlands Präsident Wladimir Putin (links) spricht bei einem Treffen in den Redaktionsräumen der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ mit dem Chefredakteur Waldimir Sungorkin (Archivbild).

Russlands Präsident Wladimir Putin (links) spricht bei einem Treffen in den Redaktionsräumen der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ mit dem Chefredakteur Waldimir Sungorkin (Archivbild).

Putin spricht von einem „großen Verlust“

Mit einem Kondolenzschreiben drückte Präsident Wladimir Putin Familie und Freunden Sungorkins sein Beileid aus. Es sei „ein großer Verlust für den heimischen Journalismus, für uns alle“, heißt es darin. Putin bezeichnete Sungorkin als „Patriot“ und „außergewöhnlichen, kreativ begabten, talentierten Mensch“.

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Die Chefredakteurin des russischen Propagandasenders RT, Margarita Simonjan, erinnerte sich in einem Post bei Telegram an eine Pilzwanderung, die sie laut eigenen Angaben mit Sungorkin im vergangenen Jahr unternommen hatte. Sie habe den Medienmanager dabei als fröhliche Person erlebt, Sungorkin habe sich „über alle lustig gemacht, vor allem über sich selbst“. Auch bei seiner letzten Reise soll Sungorkin heiter aufgelegt gewesen sein, bevor er gestorben ist – „beim Wandern, im Wald, unterwegs“.

RND/sic

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