Video zeigt dramatische Szenen

Angriff auf Einkaufszentrum in Krementschuk: Raketeneinschlag löste Panik in nahegelegenem Park aus

Auf diesem Foto, das aus einem Video des staatlichen ukrainischen Notdienstes stammt, versuchen Feuerwehrleute, den Brand in einem Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk zu löschen, das nach einem Raketenangriff in Flammen stand.

Auf diesem Foto, das aus einem Video des staatlichen ukrainischen Notdienstes stammt, versuchen Feuerwehrleute, den Brand in einem Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk zu löschen, das nach einem Raketenangriff in Flammen stand.

Der russische Beschuss eines Einkaufszentrums in der ukrainischen Stadt Krementschuk sorgt weiter für Wut und Fassungslosigkeit. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach am Dienstag von einem erneuten Beweis, dass der russische Präsident Wladimir Putin „seine brutale Aggression gegenüber der Bevölkerung beibehält“. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die Attacke bereits zuvor als „absoluten Horror“. Ein Horror, den zwei Videos nun noch greifbarer machen.

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Eine der Aufnahmen zeigte der ukrainische Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache in der Nacht zum Mittwoch. Das Video zeigt ein Gelände im Vordergrund, das an einen Schrottplatz erinnert. Es ist ein sonniger Tag, der Himmel ist blau. Plötzlich taucht im oberen rechten Bildausschnitt eine fallende Rakete auf, unmittelbar danach folgt eine heftige Explosion.

Video soll Raketeneinschlag in ukrainisches Einkaufszentrum zeigen

Selenskyj hat Russland vor dem UNO-Sicherheitsrat einen "Terroristenstaat" genannt und ein Tribunal zur Untersuchung russischer Militäraktionen gefordert.

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Russland räumt Angriff auf Krementschuk ein

Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte sollen bei dem Angriff am Montag Luft-Boden-Raketen des Typs X-22 eingesetzt worden sein. Diese seien von Tu-22-Langstreckenbombern aus dem russischen Gebiet Kursk abgefeuert worden, hieß es. Russland hat nach anfänglichem Leugnen eingeräumt, für den folgenschweren Luftangriff auf die Stadt verantwortlich zu sein. Die Attacke habe mehreren Hallen gegolten, in denen westliche Waffenlieferungen gelagert worden seien, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die Detonation der Munition habe dann einen Brand in dem nahegelegenen Einkaufszentrum ausgelöst.

Zwar behauptete das Ministerium, das Gebäude sei nicht mehr in Betrieb gewesen – doch Einträge örtlicher Geschäfte in sozialen Medien und auf Onlineplattformen legen das Gegenteil nahe. Nach Angaben der ukrainischen Behörden wurden mehr als 20 Menschen getötet und rund 60 verletzt. Die Opferzahlen könnten weiter steigen, 36 Personen gelten noch immer als vermisst.

Raketenangriff auf Einkaufszentrum: Videos zeigen panische Passanten in angrenzendem Park

Ein weiteres Video, das die osteuropäische Nachrichtenagentur „Nexta“ veröffentlichte, zeigt die Auswirkungen einer Explosion auf einen zum Einkaufszentrum nahegelegenen Park. Mehrere Kameras fingen dabei ein, wie Passanten zum Angriffszeitpunkt panisch versuchen, sich in Sicherheit zu bringen. Manche suchten hinter Bäumen Schutz, andere legten sich auf den Boden oder liefen einfach los.

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Ein Mann – der in Begleitung einer Frau offenbar auf der Suche nach einem sicheren Platz war – wurde von der Druckwelle einer Explosion zu Boden geworfen. Während die Frau davon lief, sprang der Mann anschließend in einen Teich, während herunterfallende Trümmer wie große Hagelkörner auf der Wasseroberfläche einschlugen.

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Die ukrainische Seite sprach von einem Terrorakt und warf Russland ein weiteres Kriegsverbrechen vor. Moskau hingegen bestreitet trotz offensichtlicher Zerstörungen in seinem Angriffskrieg gegen das Nachbarland immer wieder, zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen – oder behauptet, dass diese nicht mehr genutzt würden.

Diese und andere Angaben zum Kriegsgeschehen lassen sich von unabhängiger Seite oft nicht überprüfen.

RND/jst mit dpa

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