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  • Krawalle in Brüssel: Nach Tod eines Schwarzen in Polizeigewahrsam kommt es zu Demonstrationen - mehr als 100 Festnahmen

Brüssel: Krawalle nach Tod eines Schwarzen in Polizeigewahrsam

  • In Brüssel ist es zu Krawallen und in der Folge zu mehr als 100 Festnahmen gekommen.
  • Mehr als 500 Menschen hatten zuvor gegen den Tod eines Schwarzen in Polizeigewahrsam demonstriert.
  • Der Mann war am Samstag auf einer Polizeiwache ohnmächtig und später für tot erklärt worden.
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Brüssel. Nach Ausschreitungen am Ende einer Brüsseler Demonstration gegen den Tod eines Schwarzen in Polizeigewahrsam sind 116 Personen festgenommen worden. Vier von ihnen befänden sich weiterhin in Gewahrsam, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Gewalt habe sich überwiegend ereignet, nachdem eine weitgehend friedliche Demonstration mit etwa 500 Teilnehmern am Mittwoch im Stadtzentrum zu Ende gegangen sei.

50 bis 100 Demonstranten seien vor Ort geblieben und hätten verschiedene Vorfälle verursacht, teilte die Polizei mit. Mehrere Polizisten seien bei Zusammenstößen verletzt worden. Protestierende hätten Gegenstände geworfen, Feuer entfacht und zudem Straßenmobiliar und Polizeifahrzeuge beschädigt. Sie hätten auch ein Fenster und eine Tür einer Polizeiwache eingeschlagen. Unter den Festgenommenen seien 30 Minderjährige gewesen.

Schwarzer auf Polizeiwache ohnmächtig geworden und später für tot erklärt

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Von den vier Personen, die sich am Donnerstag weiterhin in Gewahrsam befänden, würden drei der Brandstiftung verdächtigt und eine der Rebellion. Marc De Mesmaeker von der Polizei sagte dem Sender RTBF, diejenigen, die fünf Polizisten verletzt hätten, darunter eine Polizistin, die sich im Krankenhaus befinde, sollten vor Gericht gestellt werden.

Der 23-jährige Schwarze war laut Staatsanwaltschaft am Samstag festgenommen worden. Er wollte demnach vor Beamten davonrennen, die Personen kontrollierten, die sich trotz der Corona-Auflagen in der Innenstadt versammelt hatten. Der Mann sei zu einer Polizeiwache gebracht worden, wo er ohnmächtig geworden sei. In einem Krankenhaus sei er dann für tot erklärt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Demonstranten forderten Aufklärung über den Hintergrund des Todes.

RND/AP/dpa

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