Nach Anschlag: Kramp-Karrenbauer besucht Feldlager in Mali

  • Nach dem Selbstmordanschlag auf deutsche und belgische Soldaten in Mali hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) das Feldlager Minusma besucht.
  • Die Ministerin habe sich in Gao selbst ein Bild der Lage machen wollen, sagte eine Sprecherin.
  • Bei dem Termin waren keine öffentlichen Äußerungen geplant.
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Berlin. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat nach dem Selbstmordanschlag auf deutsche Blauhelme in Mali das Feldlager der UN-Mission Minusma in Gao besucht.

Sie habe Soldatinnen und Soldaten sprechen und sich ein Lagebild machen wollen, bestätigte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Ministerin war bereits auf dem Rückflug von dem Termin, bei dem keine öffentlichen Äußerungen geplant waren.

Am Freitag der Vorwoche hatte ein Attentäter etwa 180 Kilometer nördlich von Gao eine deutsche Patrouille mit einer Autobombe angegriffen und zwölf deutsche sowie einen belgischen Soldaten verletzt.

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Deutsche Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass der Täter Anhänger eine Unterorganisation des islamistischen Terrornetzwerkes Al-Kaida war. Die Bundeswehr ist in Mali an einem UN-Stabilisierungseinsatz sowie an der EU-Ausbildungsmission EUTM beteiligt. Einsätze in Mali gelten als besonders gefährlich.

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Frankreich weiter in Mali im Einsatz

Nach einer einmonatigen Unterbrechung hat Frankreich derweil seine militärische Zusammenarbeit mit dem westafrikanischen Krisenstaat Mali wieder aufgenommen. Paris bleibe im Anti-Terror-Kampf in der gesamten Region engagiert, teilte das Verteidigungsministerium in der Nacht zum Samstag mit.

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Frankreich hatte Anfang Juni seine gemeinsamen militärischen Einsätze mit Mali zeitweise ausgesetzt und nach dem jüngsten Putsch Garantien für den politischen Übergang gefordert. Das Ministerium machte nun deutlich, dass diese Zusicherungen vorliegen.

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Frankreich richtet den Kampf gegen islamistische Terrorgruppen im riesigen Sahel-Gebiet neu aus und will die Zahl der entsandten Soldaten deutlich verringern. Einige der Terrorgruppen haben dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. Die einstige Kolonialmacht mobilisiert im bisherigen Einsatz „Barkhane“ bis zu 5100 Soldaten.

RND/dpa

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