Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Müller: Rückkehrer aus Risikogebieten sollten sich an Kosten für Corona-Tests beteiligen

Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister.

Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister.

Berlin. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollten sich nach Ansicht des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller an den Kosten für die Corona-Tests mindestens beteiligen. "Denn sie gehen bewusst ein Risiko ein und gefährden die Allgemeinheit", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag".

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Aktuell können sich Reiserückkehrer auch aus Risikogebieten kostenlos testen lassen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte diese Regelung erneut. In den ARD-“Tagesthemen” sagte er am Samstagabend, Tests, die etwas kosten, versuchten manche Reisende möglicherweise zu vermeiden. Doch sollten die Tests ja wahrgenommen werden. “Das schützt uns und das schützt andere.”

Der FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle widerspricht dem Minister. "Wer jetzt noch nach Mallorca oder in andere Risikogebiete reist, sollte seinen Corona-Test selber zahlen müssen", sagte Kuhle der "BamS". "Diese Kosten kann Gesundheitsminister Spahn nicht ernsthaft die Allgemeinheit zahlen lassen."

Seit Beginn der Testpflicht vor einer Woche sind nach Informationen der Zeitung allein in Nordrhein-Westfalen 48.477 Reiserückkehrer getestet worden, 960 der Tests waren demnach positiv. In Bayern wurden dem Bericht zufolge 123.072 Menschen getestet, 1730 davon positiv.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Spahn verteidigt Reisewarnung für fast ganz Spanien

Spahn verteidigte in der ARD erneut die Reisewarnung der Bundesregierung für fast ganz Spanien, betonte aber zugleich, diese sei kein Reiseverbot. Man könne und solle den Urlaub auch fortsetzen, jedoch wachsam sein, Abstand halten, Hygieneregeln beachten und in bestimmten Situationen Alltagsmasken tragen. “Das Virus macht keine Ferien. Deswegen müssen wir in den Ferien, im Urlaub auch gut aufeinander aufpassen.”

Spahn wertete die steigenden Infektionszahlen in Spanien zugleich als Mahnung zur Wachsamkeit auch in Deutschland. "Das Besorgniserregende ist eben, wie schnell es einem entgleiten kann, wenn die Dynamik steigend bleibt. Und Spanien, finde ich, ist da gerade für uns ein warnendes Beispiel."

TUI bittet Pauschalurlauber, Mallorca und Co. zu verlassen

Die Bundesregierung hatte am Freitag die bislang für einige spanische Regionen geltende Reisewarnung auf das gesamte spanische Festland sowie die Balearen ausgedehnt. Zu dieser Inselgruppe gehört die beliebte Ferieninsel Mallorca. Ausgenommen von der Reisewarnung, die Pauschaltouristen eine kostenlose Kündigung des Reisevertrages ermöglicht, sind nur die Kanarischen Inseln.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Regierung stuft Mallorca als Corona-Risikogebiet ein

In Regierungskreisen wurde betont, dass die Einstufung als Risikogebiet kein Reiseverbot für Spanien darstellt.

Nach der Reisewarnung für Spanien bittet der Reisekonzern TUI nun deutsche Pauschalurlauber, Mallorca und die anderen Balearen-Inseln in den kommenden sieben Tagen zu verlassen. Dies sagte TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak der "Bild am Sonntag". Für diese Zeit gelte auch weiterhin der Versicherungsschutz der Covid-Protect-Versicherung.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen