Korruption: Ex-Präsidentin Kirchner angeklagt

Es geht um öffentliche Bauaufträge während ihrer Amtszeit: Jetzt ist Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Kirchner wegen Korruption angeklagt worden.

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Buenos Aires/São Paulo. Bundesrichter Julián Ercolini wirft Kirchner Amtsmissbrauch und Begünstigung bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen vor, so die Tageszeitung „La Nación“. Außerdem verfügte der Richter, das Vermögen der 63-Jährigen in Höhe von zehn Milliarden Peso (etwa 600 Millionen Euro) einzufrieren.

Seit Oktober hatte die Justiz gegen die Ex-Präsidentin ermittelt. Kirchner soll während ihrer Amtszeit zwischen 2007 und 2015 überteuerte öffentliche Bauaufträge an den ihr nahestehenden Geschäftsmann Lázaro Báez vergeben haben. Laut Bundesrichter Ercolini gingen die meisten Aufträge nach Santa Cruz in Patagonien, der Heimatprovinz von Kirchner. Báez ist bereits wegen Geldwäsche auf Kosten der Staatskasse in Haft.

Kirchner bestreitet vehement die Vorwürfe und spricht von einem politischen Komplott. Der Vorwurf „unerlaubter Verbindungen“ werde von allen Diktaturen gebraucht, um Oppositionelle zu verfolgen, schrieb sie im Kurznachrichtendienst Twitter. Sie sei weder eine Geschäftspartnerin noch Freundin von Báez.

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Von RND/epd

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