Berg-Karabach: Waffenruhe abermals gebrochen

  • Die Konfliktregion Berg-Karabach kommt nicht zur Ruhe.
  • Erneut wurde die zwischen Armenien und Aserbaidschan vereinbarte Waffenruhe gebrochen.
  • Und abermals gibt es Vorwürfe von beiden Konfliktparteien.
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Eriwan. Trotz einer vereinbarten Waffenruhe zwischen Armenien und Aserbaidschan im Konflikt um die Region Berg-Karabach sind erneut Gefechte vermeldet worden. Die Konfliktparteien warfen sich am Montag gegenseitig vor, gegen die Feuerpause verstoßen zu haben.

Das Militär der von Armenien unterstützten Separatisten erklärte, aserbaidschanische Einheiten hätten am Montagmorgen den Norden und Süden der Region unter Beschuss genommen. Eine Sprecherin des armenischen Außenministeriums berichtete von heftigen Kämpfen im Süden der Konfliktregion.

Aserbaidschan beschuldigte im Gegenzug Armenien, in der Nacht und am Morgen aserbaidschanisches Staatsgebiet beschossen zu haben. Zugleich verkündete Präsident Ilham Aliyev, seine Truppen hätten 13 Dörfer in bislang von Armenien besetztem Gebiet eingenommen.

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Brüchige Waffenruhe in Berg-Karabach
2:13 min
Keine Ruhe für die Bewohner der Region Berg-Karabach. Die befeindeten Nachbarländer Armenien und Aserbaidschan halten sich nicht an die Waffenruhe.  © Reuters

Die neue Feuerpause war am Samstag verkündet worden - und wurde schon nach wenigen Stunden Berichten zufolge erstmals gebrochen. Ein erster Waffenstillstand, der unter Vermittlung Russlands zustande kam, war zuvor bereits gescheitert. Beide Seiten hatten sich gegenseitig Verstöße vorgeworfen.

Die jüngsten Kämpfe zwischen aserbaidschanischen und armenischen Truppen begannen am 27. September. Hunderte Menschen starben bei den schwersten Gefechten seit einem 1994 vereinbarten Waffenstillstand. Berg-Karabach liegt völkerrechtlich in Aserbaidschan, steht aber unter der Kontrolle ethnisch armenischer Truppen, die von Armenien unterstützt werden.

RND/AP

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