Kommunen begrüßen kostenpflichtige Corona-Schnelltests

  • Ab diesem Montag müssen Ungeimpfte ihre Schnelltests selbst zahlen.
  • Der Städte- und Gemeindebund hält das mit Blick auf die vom Steuerzahler finanzierten Kosten für richtig.
  • Der Wegfall der kostenlosen Tests könne zudem einzelne Personen motivieren, sich doch noch impfen zu lassen.
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Der Städte- und Gemeindebund hat die Abschaffung der kostenlosen Corona-Schnelltests mit Blick auf den Einsatz von Steuermitteln begrüßt und setzt darauf, dass sich durch diese Maßnahme noch mehr Menschen zu einer Impfung entschließen. „Die Abschaffung der kostenlosen Schnelltests ist nachvollziehbar, da inzwischen alle Personen ein Impfangebot erhalten“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Wer sich anders entscheide, müsse akzeptieren, dass die Allgemeinheit nicht bereit sei, dafür weiterhin Steuermittel in Millionenhöhe aufzuwenden.

Ab diesem Montag müssen Schnelltests, die Ungeimpfte beispielsweise bei kulturellen Veranstaltungen vorlegen müssen, selbst gezahlt werden. Die Sozialverbände hatten vor sozialen Verwerfungen und explodierenden Kosten gewarnt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hingegen verteidigte die Maßnahme mit dem Hinweis auf „Fairness vor dem Steuerzahler“.

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Landsberg geht nicht von sozialen Konflikten aus

Landsberg betonte: „Wir gehen nicht davon aus, dass die wegfallenden kostenlosen Tests zu ernsthaften sozialen Konflikten führen.“ Die große Mehrheit der Bevölkerung – derzeit über 67 Prozent – sei ohnehin bereits geimpft. Der Hauptgeschäftsführer des Städtebundes verwies darauf, dass Personen, die aus medizinischen Gründen oder aufgrund des Alters nicht geimpft werden könnten, auch weiterhin kostenlos getestet würden. Das gelte insbesondere für die Kinder und Jugendlichen in den Schulen.

Landsberg fügte hinzu: „Schon jetzt können wir im Übrigen feststellen, dass die Nachfrage in den kostenlosen Testzentren zurückgegangen ist.“ Nachdem sich das Infektionsgeschehen nach wie vor auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewege, gebe es inzwischen auch Veranstalter, die einen Eigentest unter Aufsicht ermöglichten, der vergleichsweise preiswert sei. „Wir hoffen allerdings natürlich auch, dass der Wegfall der kostenlosen Tests einzelne Personen doch noch dazu bewegen wird, sich für eine Impfung zu entscheiden.“

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