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Kommentar

Italien-Wahl: Die G7 stehen vor ihrer härtesten Bewährungsprobe

Die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der G7-Staaten Ende Juni auf Schloss Elmau in Bayern.

Die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der G7-Staaten Ende Juni auf Schloss Elmau in Bayern.

Es ist wie ein finsteres Déjà-vu-Erlebnis. Sechs der sieben führenden demokratischen Wirtschaftsnationen auf dieser Welt mussten sich zwischen 2017 und 2021 mit Donald Trump herumschlagen. Nun geht das Ganze vielleicht wieder von vorne los. Der Wahlsieg der radikalen Rechten in Italien dürfte den G7-Klub erneut zur Verzweiflung bringen. Trumps „America first“ heißt künftig Giorgia Melonis „Italy first“.

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Nationale Egotrips erwartet

Das verheißt nichts Gutes. Obwohl es sich bei den G7 nur um eine informelle Arbeitsgemeinschaft von Staaten handelt, ist der Klub dennoch für eine gemeinsame und abgestimmte Haltung gegenüber Kriegstreibern wie Putin wichtig. Die G7 sehen sich als eine demokratische Wertegemeinschaft. Demnach müssten sich nationale Egotrips, wie sie künftig in Italien zu befürchten sind, von selbst verbieten.

Natürlich, die G7 haben Trump überlebt. Aber das war vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Nun steht die in diesem Jahr von Deutschland angeführte Gruppe vor ihrer bislang härtesten Bewährungsprobe.

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Um Putin Geld zur Finanzierung seines Kriegs zu entziehen, arbeiten die G7 an einem Preisdeckel für russisches Öl. Es ist schon schwierig genug, Großabnehmer wie Indien und China für die Idee zu begeistern. Querschüsse aus Italien wären komplett unnötig.

Störmanöver möglich

Störmanöver aus Rom sind nicht ausgeschlossen. Die potenzielle neue Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gibt sich zwar als wackere Transatlantikerin. Doch in ihrer postfaschistischen Partei tummeln sich zahlreiche Putin-Fans. Und Melonis künftige Partner, Lega-Chef Matteo Salvini sowie Ex-Premier Silvio Berlusconi, haben in der Vergangenheit durchaus Verständnis für Putin geäußert, um es einmal milde auszudrücken.

Berlusconi hat nun zwar erklärt, dass „ein gutes Verhältnis mit unseren historischen Verbündeten in den Vereinigten Staaten und den wichtigsten Ländern der Europäischen Union unerlässlich für die Zukunft Italiens“ sei. Doch zwischen Worten und Taten klafft bisweilen ein tiefer Graben.

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