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„Koalition aus Linken und CDU wäre Wasser auf die Mühlen der AfD“

  • Die AfD wurde in Thüringen nicht trotz, sondern wegen des rechtsradikalen Björn Höcke gewählt, sagt der Soziologe Matthias Quent aus Jena,
  • Die Rechtspartei habe ihr Potenzial aber weitgehend ausgeschöpft.
  • Bodo Ramelow habe auch auf Kosten der Koalitionspartner gewonnen.
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Erfurt. Bodo Ramelow hat die Wahl gewonnen, aber die Mehrheit verloren. Warum sind seine Koalitionspartner, warum sind vor allem die Grünen derart abgestürzt?

Es ging vielen Wählern, ähnlich wie in Sachsen und Brandenburg, darum, einen Sieg der AfD zu verhindern, und da wurde die Linke als stärkste Option gewählt. Zudem fehlen Thüringen die Großstädte, in denen die Grünen bundesweit stark sind.

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Die AfD hat besser abgeschnitten als zuletzt erwartet, trotz eines sehr polarisierenden Spitzenkandidaten Björn Höcke. Woran liegt das?

Offensichtlich haben seine Wähler mit Höckes Rechtsradikalismus kein Problem. Studien besagen, dass 20 Prozent der Thüringer rechtsextrem denken. Die AfD wird also nicht nur trotz, sondern auch wegen Höcke gewählt.

Die AfD hofft, ihren Anteil bei der nächsten Wahl weiter deutlich erhöhen zu können – weil jetzt vermutlich CDU und Linke zur Kooperation gezwungen sind. Ist das realistisch?

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Eine Koalition zwischen Linken und CDU wäre natürlich Wasser auf die Mühlen der AfD. Eine Tolerierung einer Regierung Ramelow aber wäre verantwortungsbewusst. Auf jeden Fall aber gilt: Die absolute Mehrheit, von der sie träumt, wird die AfD nicht erreichen – wenn das Land nicht in eine schwere Krise gerät. Bei 30 Prozent ist für die AfD in Thüringen definitiv Schluss.

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