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Klöckner ermahnt Fleischbranche: Regeln müssen eingehalten werden

  • In mehreren Fleischfabriken sind in den vergangenen Tagen erschreckend viele Corona-Fälle bekannt geworden.
  • Agrarministerin Julia Klöckner mahnte nun die Einhaltung und Überprüfung der Regeln an.
  • Sie appellierte an das Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten.
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Berlin. Nach den Corona-Fällen in mehreren Fleischfabriken hat Bundesagrarministerin Julia Klöckner die Branche und die Kontrollbehörden zu einem verantwortungsvollen Handeln aufgefordert. "Es gibt Regeln, die müssen unbedingt eingehalten, und die Einhaltung von den zuständigen Behörden kontrolliert werden", erklärte die CDU-Politikerin nach einer Telefonkonferenz mit den Verbänden der Fleischwirtschaft am Dienstag in Berlin. "Schwarze Schafe schaden dem Ansehen der gesamten Branche", warnte sie.

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NRW lässt alle Mitarbeiter von Schlachtbetrieb testen
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Auf dem Gelände eines Schlachthofs in Hamm in Nordrhein-Westfalen sind Coronatests durchgeführt worden. Über Tausend Mitarbeiter sollen getestet werden.  © Reuters
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Auffällig viele Corona-Fälle in Fleischfabriken

In den vergangenen Tagen waren in mehreren Betrieben in Deutschland Corona-Infektionen bekannt geworden. Allein in einer Fleischfabrik im westfälischen Coesfeld wurden bis Dienstagmittag 260 der rund 1200 Arbeiter positiv getestet. Da noch nicht alle Ergebnisse vorlagen, könnten die Zahlen noch steigen. In einer Fleischfabrik in der Nähe von Pforzheim in Baden-Württemberg wurde das Virus bereits bei etwa 400 der rund 1100 Mitarbeiter nachgewiesen.

Klöckner appelliert an Verantwortungsbewusstsein

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"Ich erwarte von allen Beteiligten, dass sie sich ihrer Verantwortung gerade auch in der Krise bewusst sind", sagte Klöckner in Berlin. "Denn um die Versorgung sicherzustellen, müssen wir den Betrieb unserer systemrelevanten Ernährungswirtschaft aufrechterhalten. Das darf aber nicht zu Lasten der Mitarbeiter gehen." Die Branche müsse Konzepte entwickeln, wie der Betrieb unter den strengen Auflagen des Arbeits- und des Gesundheitsschutzes weiter gehen könne – dieser habe oberste Priorität. Tierschutz und Versorgungssicherheit müssten gewährleistet bleiben.

RND/dpa

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