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Umweltministerin Lemke will Schutz der Moore beschleunigen

Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (Archivbild).

Berlin.Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) will mehr für den Moorschutz in Deutschland erreichen, als das bislang der Fall ist.

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„Ich würde mir wünschen, dass wir bei der Wiedervernässung und Renaturierung von Moorlandschaften schneller vorankommen. Als Naturschützerin war ich hier von der letzten Bundesregierung sehr enttäuscht“, sagte Lemke der Nachrichtenagentur dpa. Der Vorgängerregierung sei es nicht gelungen, eine verbindliche nationale Strategie zum Moorschutz in Deutschland zu verabschieden.

Die stattdessen im Oktober zwischen Bund und Ländern getroffene Vereinbarung zum Moorschutz könne eine nationale, von der gesamten Bundesregierung getragene Moorschutzstrategie „nicht ersetzen“, betonte Lemke. Das Wichtigste sei aber jetzt für sie, „in der Praxis Dinge zu beschleunigen und besser voranzukommen mit dem Naturschutz“. Ziel sei es, die jährlichen Emissionen, die von entwässerten Mooren ausgingen, bis 2030 um fünf Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid zu reduzieren.

Moore sind CO₂-Speicher

Der Schutz von Mooren gilt als wichtiger Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel, da Moore in intaktem Zustand große Mengen Kohlenstoffdioxid speichern können. Nach Angaben des Naturschutzbundes Nabu sind aber derzeit etwa 95 Prozent der Moore entwässert. Dadurch werden sie zur Quelle für CO₂-Emissionen – ein Phänomen, das vor allem auf die landwirtschaftliche Nutzung zurückzuführen ist.

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Laut Umweltministerium waren entwässerte Moore im Jahr 2019 mit einem Ausstoß von circa 53 Millionen Tonnen Treibhausgasen für fast 7 Prozent aller Emissionen in Deutschland verantwortlich.

Ministerin Lemke hält entschiedenes Handeln für geboten, um die Moore wieder so fit zu machen, dass sie zum Klimaschutz beitragen statt die Erderwärmung zu befeuern. Den Landwirten, die durch die Wiedervernässung einen Verlust an nutzbarer Fläche befürchten, will die Umweltministerin entgegenkommen. Sie müssten vom Moorschutz finanziell profitieren, sagte Lemke kürzlich bei einem Auftritt mit dem neuen Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne).

RND/dpa

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