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Drei Milliarden neue Bäume: EU-Kommission nimmt Waldstrategie gegen Klimawandel an

  • Bis 2030 sollen die EU-Staaten ihre Treibhausgase um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 drücken.
  • Im Kampf um dieses Ziel hat die EU-Kommission nun eine neue Waldstrategie angenommen.
  • Naturschützer sind allerdings nicht zufrieden.
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Brüssel. Im Kampf gegen den Klimawandel hat die EU-Kommission am Freitag eine neue Waldstrategie angenommen, die beinhaltet, dass bis 2030 drei Milliarden zusätzliche Bäume in der EU gepflanzt werden sollen.

„Der richtige Baum am richtigen Ort und für den richtigen Zweck“, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Das Vorhaben gehört zum Klimaschutzpaket „Fit for 55“. Es soll den EU-Staaten ermöglichen, die Treibhausgase bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken.

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Wälder seien essenzielle Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel, da sie CO2 binden. Aus diesem Grund sollen unter anderem mehr Wälder entstehen und die bestehenden Wälder nachhaltiger bewirtschaftet werden. Die geplante Forstwirtschaftsstrategie sei die bisher „klima- und biodiversitätsfreundlichste“, so die EU-Kommission.

Thunberg übt Kritik

Dem widerspricht Alois Vedder, der Leiter für den Bereich Politik bei der Naturschutzorganisation WWF und nennt die Strategie „enttäuschend“. Vedder zufolge fehlen verbindliche Schritte - wie ein Verbot von Kahlschlägen. Die EU-Kommission habe sich zu sehr den Interessen der Forstindustrie gebeugt. „Herausgekommen ist ein weichgespültes Papier, das uns kaum voranbringt.“

Der gleichen Meinung ist der Präsident des Naturschutzbundes Nabu, Jörg-Andreas Krüger. Ein guter Entwurf der EU-Kommission sei vor allem durch den Einfluss des deutschen Landwirtschaftsministeriums deutlich abgeschwächt worden. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg zeigte sich auf Twitter unzufrieden.

Sie kritisierte unter anderem, dass die Forderungen indigener Volksgruppen keine Beachtung gefunden hätten. Der EU-Landwirtschaftsverband Copa-Cogeca kritisierte hingegen, dass die Strategie keine Investitionen für eine nachhaltige wirtschaftliche Nutzung der Wälder vorsehe.

RND/dpa

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