Klimastreik: Jugendliche wurden für Teilnahme an Demo bezahlt

  • Ein Leipziger Verein bezahlte am Rande der Klimademo am Freitag Statisten, um Schilder hochzuhalten.
  • Es geht um den Schutz des Leipziger Auwalds.
  • Der Grund: Man habe nicht genügend junge Leute im Verein, die demonstrieren könnten.
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Leipzig. Der Job war nicht sehr anspruchsvoll, nur herumstehen, Masken tragen und Schilder hochhalten. Für 50 Euro für vier Stunden Arbeit hat ein Leipziger Verein Demonstranten angemietet, die während des Klimastreiks am vergangenen Freitag aufgetreten sind. Das berichtet die „Leipziger Volkszeitung“.

Der Verein Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald (Nukla) hat die Aushilfsdemonstranten angemietet. 15 Maskierte demonstrierten am Freitag am Rande der großen Klimademo in schwarzer Kleidung und schwenkten stumm ein Dutzend Schilder. „Auwald for Future“ stand auf einem. Oder „Naturschutz statt Kettensägen“ und „Wer alte Bäume für Klimaschutz fällen lässt, ist doof oder lügt!“.

„Diese Leute demonstrieren nicht, sie machen Kunst“

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Dass es sich um gekaufte Demonstranten handelt, war nirgendwo kenntlich gemacht und ist für Nukla kein Problem. „Wir haben nicht genug junge Leute im Verein, die so eine Aktion machen können“, sagt Vereinschef Wolfgang Stoiber. „Diese Leute demonstrieren auch nicht, sie machen Kunst. Dementsprechend sind das keine Demonstranten, sondern Statisten. Und die bezahlen wir, wie es beispielsweise auch bei einem Musiker bei einem Engagement üblich wäre.“ Das Geld stamme aus der Vereinskasse. Nukla hat inzwischen auch ein Video von der Aktion ins Netz gestellt.

RND


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