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Klimastreik: “Ende Gelände” will Lausitzer Kohlerevier lahmlegen

  • Das Aktionsbündnis "Ende Gelände" will das Braunkohlerevier in der Lausitz blockieren.
  • Damit reagiert die Anti-Kohlekraft-Bewegung auf die Beschlüsse des Klimakabinetts.
  • Sie fordert einen sofortigen Kohleaustritt.
Fabian Boerger
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Berlin. Kaum verblassen die Bilder der weltweiten Klimastreiks, kündigt die Anti-Kohlekraft-Bewegung "Ende Gelände" neue Protestaktionen an. Ende November will sie im Lausitzer Kohlerevier die Infrastruktur lahmlegen, indem Aktivisten Kohlebagger und -bahnen, Bunker und Zufahrtsstraßen blockieren. "Wir wollen den Klimastreik direkt an die Orte der Zerstörung tragen", sagte Nike Mahlhaus, Sprecherin von "Ende Gelände", dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

"Beschlüsse sind ein klimapolitischer Wahnsinn"

Das Aktionsbündnis kritisiert mit seiner Aktion die Beschlüsse des Klimakabinetts. Erst vergangene Woche hat es ein 54 Milliarden Euro schweres Klimaschutzpaket auf den Weg gebracht. Das sieht unter anderem vor, dass Bahnfahren billiger und Fliegen teurer werden soll. Auch die Benzinpreise sollen steigen. Der Kohleausstieg ist hingegen erst bis 2038 geplant. "Das ist ein klimapolitischer Wahnsinn", sagt Mahlhaus und sei zugleich ein Schlag ins Gesicht der 1,4 Millionen Menschen, die mit Fridays for Future auf die Straße gingen.

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Mahlhaus sagte: "Im Bereich der Kohle könnte am meisten und am schnellsten Kohle eingespart werden. 2038 - das ist viel zu spät." Deswegen plane "Ende Gelände", an den "Ort der Zerstörung" zu gehen und dort zu protestieren. Neben jenen im Rheinland und Mitteldeutschland zählt die Lausitz zu den großen Braunkohlerevieren in Deutschland.

Kohlebetrieb soll komplett blockiert werden

Nach Angaben der Organisatoren sind die Aktionen am Wochenende vom 29. November bis 1. Dezember geplant. In einer Mitteilung kündigten sie an, dass sich tausende Menschen vor Fahrzeuge, Bunker und Zugangsstraßen stellen werden, um den Kohlebetrieb vor Ort zum Erliegen zu bringen. Der Zeitpunkt ist dabei nicht willkürlich gelegt. In der darauffolgenden Woche beginnt die Weltklimakonferenz in Santiago de Chile. Zum Ende des Jahres wird darüber hinaus das Gesetzgebungsverfahren um das Kohleausstiegsgesetz erwartet.

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Bereits im Juni 2019 hat "Ende Gelände" zusammen mit Aktivisten zahlreicher Umweltverbände ein rheinisches Braunkohlerevier stillgelegt. Nike Mahlhaus sagte dem RND, dass die kommenden Proteste vergleichbar würden. Damals hatten circa zehntausend Menschen für einen raschen Kohleausstieg demonstriert. Einige hundert Aktivisten stürmten sogar den Braunkohle-Tagebau in Garzweiler. Es kam zu Auseinandersetzungen der Aktivisten mit der Polizei.

Seit 2015 sorgt das Bündnis mit Massenaktionen des zivilen Ungehorsams für Aufsehen. Es fordert den sofortigen Kohleausstieg und einen generellen tiefgreifenden sozial-ökologischen Systemwandel.

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