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Schulze sieht Bewegung: Immer mehr Länder haben Ernst der Klima-Lage verstanden

  • Die USA wollen die Klimahilfen für ärmere Länder verdoppeln.
  • China will keine neuen Kohlekraftwerke mehr im Ausland bauen.
  • Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht beim Kampf gegen den Klimawandel Schritte in die richtige Richtung.
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Berlin. Wenige Wochen vor der UN-Klimakonferenz sieht Bundesumweltministerin Svenja Schulze Bewegung in die richtige Richtung. „Diese Woche hat gezeigt, dass die Welt beim Klimaschutz in Bewegung gekommen ist“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag) unter Verweis auf jüngste Ankündigungen der USA, Chinas und der Türkei. „Immer mehr Länder haben den Ernst der Lage verstanden und bewegen sich in die richtige Richtung.“ Das mache Mut für die Weltklimakonferenz.

US-Präsident Joe Biden hatte am Dienstag bei der UN-Vollversammlung angekündigt, die US-Klimahilfen für ärmere Länder zu verdoppeln. China will nach den Worten von Präsident Xi Jinping keine neuen Kohlekraftwerke im Ausland mehr bauen. Und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte an, das Pariser Klimaabkommen dem türkischen Parlament zur Abstimmung vorzulegen - die Türkei ist eines der wenigen Länder, die das Abkommen noch nicht ratifiziert haben.

Schulz fordert Versprechen ein

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Schulze sagte, jetzt komme es darauf an, dass die Industriestaaten ihr gemeinsames Versprechen erfüllen, 100 Milliarden Dollar pro Jahr für den Kampf gegen den Klimawandel in Entwicklungsländern zu mobilisieren. „Die ärmeren Staaten müssen sich auf die fest zugesagten Finanzhilfen der reicheren Länder verlassen können.“ Zudem müssten „die letzten offenen Fragen“ im Regelwerk des Pariser Abkommens „vollständig und im Einvernehmen“ geklärt werden. „Auf dieser Basis muss es gelingen, den globalen Treibhausgasausstoß noch in den 2020ern spürbar zu senken und damit ein klimaneutrales, krisenresistenteres Zeitalter einzuleiten.“

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Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung - wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart - deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Die Weltklimakonferenz Anfang November im schottischen Glasgow gilt als wichtiger Meilenstein.

Wohlhabende Länder hatten sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz in ärmeren Ländern auszugeben. Einer aktuellen Analyse der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge beliefen sich entsprechende Ausgaben der Industriestaaten 2019 aber nur auf etwa 79,6 Milliarden US-Dollar.

RND/dpa

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