Klimaschutz: Biden warnt vor den Folgen des Nichtstuns

US-Präsident Joe Biden beim virtuellen Klima-Gipfel.

US-Präsident Joe Biden beim virtuellen Klima-Gipfel.

Washington. Zum Auftakt seines Online-Klimagipfels mit Dutzenden Staats- und Regierungschefs hat US-Präsident Joe Biden entschiedenes und schnelles Handeln zur Eindämmung der Erderwärmung angemahnt. Unterstützung bekommt er von UN-Generalsekretär António Guterres. Beide Politiker warnen vor den Folgen des Klimawandels.

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„Die Zeichen sind unübersehbar. Die Wissenschaft ist nicht zu leugnen. Die Kosten des Nichtstuns werden immer höher“, sagte Biden am Donnerstag im Weißen Haus. „Wir müssen uns bewegen. Wir müssen schnell handeln, um diese Herausforderungen zu meistern.“

Biden warb dafür, in Klimaschutzmaßnahmen auch die wirtschaftlichen Chancen zu sehen: Die Energiewende, der Ausbau der Elektromobilität und Infrastrukturmaßnahmen böten die Gelegenheit, Millionen gut bezahlte Jobs zu schaffen.

2020 wärmstes Jahr in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Das vergangene Jahr war für Europa das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Das teilte der europäische Klimawandeldienst Copernicus in einem Bericht mit.

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„Kein Land kann diese Krise allein lösen“

„Kein Land kann diese Krise allein lösen“, sagte Biden und mahnte zu ehrgeizigeren Zielen bei der Drosselung klimaschädlicher Treibhausgas-Emissionen. „Jeder von uns und besonders diejenigen von uns, die die größten Volkswirtschaften der Welt repräsentieren: Wir müssen uns anstrengen.“

Auch UN-Generalsekretär António Guterres hat von den Staats- und Regierungschefs der Welt mehr konkrete Schritte im Kampf gegen die Klimakrise verlangt. Nötig sei eine globale Koalition für Treibhausgasneutralität bis Mitte des Jahrhunderts, und beteiligt werden sollte „jedes Land, jede Region, jede Stadt, jedes Unternehmen und jede Branche“, sagte Guterres.

Die nächsten zehn Jahre müssten zu einem „Jahrzehnt der Transformation“ werden, sagte er. Alle Länder müssten sich ehrgeizigere Ziele setzen, unter anderem brauche es Steuern auf den Ausstoß von CO2. Kohle und Öl dürften nicht mehr subventioniert werden und müssten in den Industrieländern bis 2030 auslaufen. „Wir stehen am Rande des Abgrunds. Wir müssen sicherstellen, dass der nächste Schritt in die richtige Richtung geht“, so Guterres.

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Biden will Nutzen von Klimaschutzmaßnahmen unterstreichen

US-Präsident Joe Biden hatte 40 Staats- und Regierungschefs zu dem Online-Klimagipfel eingeladen. Das Treffen soll die Dringlichkeit und den wirtschaftlichen Nutzen von stärkeren Klimaschutzmaßnahmen auf dem Weg zur Klimakonferenz der Vereinten Nationen im November in Glasgow unterstreichen. Für den zweitägigen Gipfel haben neben Bundeskanzlerin Angela Merkel der russische Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping ihre Teilnahme zugesagt. Die USA und China sind die weltweit größten Kohlendioxidproduzenten.

Die USA wollen bis zum Ende des Jahrzehnts ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2005 halbieren. Biden bekräftigte sein Ziel, die USA auf den Pfad bringen zu wollen, dass sie spätestens 2050 ihre CO2-Emissionen auf netto null drücken.

Bis 2030 muss sich allen Experten zufolge weltweit viel mehr tun, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Denn schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad erwärmt, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Die zehn Jahre von 2011 bis 2020 waren das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die fatalen Folgen, je nach Region: mehr Hitzewellen und Dürren sowie Starkregen, Stürme, Unwetter und Überschwemmungen. Auch hat die Erde wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge in den vergangenen Jahren Billionen Tonnen an Eis verloren.

RND/dpa

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