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Klimaexpertin der Grünen: Starke Rolle Deutschlands war bei COP26 nicht gegeben

Die Grünen-Politikerin Lisa Badum

Die Grünen-Politikerin Lisa Badum

Berlin. Die Klimaexpertin der Grünen, Lisa Badum, hat sich zufrieden mit der Einigung der UN-Weltklimakonferenz gezeigt, aber gleichzeitig die Rolle Deutschlands in Glasgow kritisiert. „Erstmals bekennen sich 197 Länder zum notwendigen Ende der fossilen Treibstoffe und zum Einleiten eines weltweiten Kohleausstiegs“, sagte Badum dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Ob die Klimakonferenz nun trotz weicher Erklärungen wirklich zum Wendepunkt wird, das zeigt schon das nächste Jahr.“

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„Alle Parteien haben drängende Verantwortung“

Dies gehe nur mit einer starken Rolle Deutschlands und Europas, „die bei dieser COP nicht gegeben war“, kritisiert die Politikerin. „Deutschland braucht eine Klimaregierung, die die internationalen Erklärungen auch bei uns umsetzt: Kohleausstieg 2030, Aus des Verbrenners, Auslaufen der Finanzierung von fossilen Gasprojekten, auch im Ausland. Alle Parteien haben eine drängende Verantwortung für die Einhaltung des 1,5-Grad-Pfads.“

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Badum fügte hinzu: „Die EU kann nur glaubwürdig sein, wenn die Kommission Investitionen in Atomenergie und fossiles Gas nicht als nachhaltig deklariert und eine wirklich grüne Taxonomie für den Finanzmarkt aufsetzt.“

Die USA und China hätten sich nun endlich erstmals gemeinsam zum Klimaschutz und zur Zusammenarbeit in diesem Bereich als die beiden weltweit größten CO₂-Emittenten gezeigt. „Nun muss China dringend sein Zwischenziel 2030 nachschärfen und die USA ihre weltweite Verantwortung bei der Klimafinanzierung wahrnehmen“, sagte Badum dem RND.

Die UN-Klimakonferenz in Glasgow, die am Samstag zu Ende ging, hat die Staaten der Welt zum ersten Mal dazu aufgefordert, den Ausstieg aus der Kohle einzuleiten. Die am Samstag gebilligte Erklärung von rund 200 Staaten fordert zudem, „ineffiziente“ Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen.

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