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Bundesumweltministerin Schulze vor Ende der COP26: Mehr Tempo im Klimaschutz nötig

  • Offiziell geht die Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow an diesem Freitag zu Ende.
  • Die rund 200 verhandelnden Staaten ringen bis kurz vor Schluss um die Abschlusserklärung.
  • Für die amtierende Bundesumweltministerin Schulze sind die 20er Jahre das Schlüsseljahrzehnt im Klimaschutz.
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Glasgow. Die amtierende Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist kurz vor Ende der Weltklimakonferenz COP26 im schottischen Glasgow von einem guten Ergebnis der Verhandlungen überzeugt. „Glasgow bringt neuen Schwung in den Klimaschutz, und mehr Tempo ist auch erforderlich“, sagte Schulze dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die 20er Jahre sind das Jahrzehnt, in dem die Weltgemeinschaft die entscheidenden Fortschritte machen kann und muss.“

Die SPD-Politikerin sagte weiter: „Ziele sind wichtig für den Klimaschutz, aber noch wichtiger sind reale Fortschritte bei Windrädern, Solaranlagen, Stromnetzen, Ladesäulen, Wärmepumpen oder grünen Stahlfabriken. Die Frage, wie die Welt bei diesen konkreten Aufgaben zusammenarbeiten kann, wird künftige Klimakonferenzen prägen.“

Greenpeace: Deutschland ist die „Lame Duck“

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Deutsche Umweltorganisationen kritisieren den zögerlichen Auftritt der amtierenden Bundesregierung bei Entscheidungen auf der zu Ende gehenden UN-Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow. „Deutschland war mit einer geschäftsführenden Bundesregierung eine ‚Lame Duck‘ auf der Klimakonferenz“, sagte der Chef von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, dem RND.

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Proteste bei Klimakonferenz: „Wir brauchen ein echtes Ziel und nicht nur Ansagen“
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Bei nasskaltem Wetter zogen Demonstranten am Samstag durch die schottische Stadt Glasgow, in der derzeit die Weltklima-Konferenz COP26 stattfindet.  © Reuters

„Die Bundesregierung ist zwar engagiert, aber sie kann eben nur in dem durch die große Koalition gesetzten Rahmen agieren. Wir befinden uns immer noch in der Politik von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der vier Jahre lang wenig für den Klimaschutz geleistet hat. Das wurde bei der Erklärung zum Aus für Verbrennungsmotoren deutlich, die Deutschland nicht unterzeichnet hat“, so Kaiser.

Deutschland von Klimaneutralität „noch weit entfernt“

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Olaf Bandt, Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sagte dem RND: „Deutschland hat sich zwar in Diplomatie geübt, aber wenig Substanz mitgebracht. Leider lässt Deutschland so auch bei der COP26 wieder Chancen vorbeiziehen, um bei Klimaschutz international auf Kurs zu kommen. Der selbsternannte Klimakanzler Scholz muss hier noch nachlegen“, forderte Bandt.

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Der Klimaschutzchef des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu), Michael Schäfer, kritisierte ebenfalls das Agieren der Bundesregierung in Glasgow. „Statt andere Länder mitzuziehen, musste die Bundesregierung selbst mitgezogen werden“, sagte Schäfer dem RND.

„Nur wenn die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP die Klimaschutzverpflichtungen Deutschlands verlässlich durch Klimaschutzmaßnahmen unterlegt und ihre Investitionen überall von Wohnungsbau bis Verkehrsinfrastruktur konsequent an der Klimaneutralität ausrichtet, qualifiziert sie sich für den Klimaclub, den Olaf Scholz gerne gründen würde. Bisher scheint sie noch weit davon entfernt“, so Nabu-Vorstand Schäfer.

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