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  • Klaus Holetschek: Corona-Maßnahmen nur noch gegen Ungeimpfte und Warnung vor „humanitären Katastrophe“ in Alten- und Krankenpflege

Chef der Gesundheitsministerkonferenz: Corona-Maßnahmen nur noch gegen Ungeimpfte

  • Der Vorsitzende der Gesundheitsminister-Konferenz, Klaus Holetschek, stimmt Ungeimpfte auf einen für sie ungemütlichen Winter ein.
  • Im RND-Interview sagte er: „Sollte es zusätzliche Maßnahmen geben, werden sich diese gegen Ungeimpfte richten.“
  • Außerdem warnte er in der Alten- und Krankenpflege vor einer „humanitären Katastrophe“.
Paul Gross
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Berlin. Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), hat deutlich gemacht, dass bei einer verschärften Pandemielage notwendige Maßnahmen nur Ungeimpfte treffen werden. „Wir müssen die Zahlen im Blick behalten, die Belegung auf den Intensivstationen etwa. Dort liegen fast nur Ungeimpfte, die drohen unser Gesundheitssystem im Winter zu überlasten, sofern die nächste Welle kommen“, sagte Holetschek dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Er kündigte an: „Sollte es zusätzliche Maßnahmen geben, werden sich diese gegen Ungeimpfte richten.“ Von Geimpften gehe keine große Gefahr aus – „wir sind schon juristisch gezwungen, das zu berücksichtigen und werden es auch tun“, sagte der Minister.

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„In der Pflege laufen wir in humanitäre Katastrophe“

Außerdem warnte er in der Alten- und Krankenpflege vor einer „humanitären Katastrophe“ und forderte den Einsatz von deutlich mehr Geld für die Pflege: „Wenn wir die Abrechnungsmodalitäten an die erste Stelle setzen, es aber niemanden gibt, der sich um die Menschen kümmert, haben wir ein riesiges Problem. Aktuell laufen wir sehenden Auges in eine humanitäre Katastrophe“, sagte Holetschek dem RND.

„Bislang ist Gesundheitspolitik ehrlich gesagt vor allem ein Thema der Finanzminister – das müssen wir ändern“, forderte der CSU-Politiker. Er sagte weiter: „Wir brauchen in der Gesundheitspolitik einen großen Wurf. Die Pflege ist am Limit.“ Die Gesellschaft müsse sich klar darüber werden, was ihr die Pflege wert sei.

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Holetschek fordert mehr Geld für die Branche

Selbstverständlich müssen wir mehr Geld in die Hand nehmen. Das Thema wird auf jeden Einzelnen zukommen, zuhause oder im Altenheim. Ich würde am liebsten von einem Budget ausgehen, das unterschiedliche Leistungen abbildet: Stationäre und häusliche Pflege sollten aus einem Topf finanziert werden, für jeden nach Bedarf“, forderte Holetschek.

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Mit Blick auf die prekäre Personalsituation in Kliniken und Heimen erklärte der bayerische Gesundheitsminister: „Bezahlung hilft, ist aber nicht das alles Entscheidende.“ Man brauche auch Wiedereinstiegsprogramme, die Rückkehrer nicht automatisch in den Schichtbetrieb zwängen.

Wichtig sei für Pflegekräfte auch Planbarkeit. „Es kann nicht sein, dass sie immer wieder aus ihrer Freizeit herausgeholt werden, weil auf den Stationen und in den Heimen Mangel herrscht. Dafür sollten Springerpools geschaffen werden, die bei Personalausfällen zur Verfügung stehen.“ Holetschek forderte zudem, dass wir alle Zulagen in der Pflege steuerfrei gestellt würden. „Es braucht ein großes Bündel aus Maßnahmen.“

Das ganze Interview mit Klaus Holetschek lesen Sie hier.

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