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  • Kitas während Corona: Erste Bundesländer weiten Notbetreuung aus

Erste Bundesländer weiten Kita-Notbetreuung aus

  • Seit Wochen sind die Kitas wegen der Corona-Krise geschlossen.
  • Dass sich das demnächst ändert, danach sieht es im Moment nicht aus.
  • Nun sind aus den ersten Bundesländern Schritte für eine Erweiterung der Notfallbetreuung zu vernehmen.
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Berlin. Die Notbetreuung von Berliner Kindern in den seit Wochen geschlossenen Kitas wird offenbar schrittweise ausgeweitet. Bis wieder alle Kinder in eine Kita gehen dürfen, könnten allerdings noch einige Monate vergehen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag aus Senatskreisen. Den Plänen zufolge soll der Kreis der Berufsgruppen und Familien, für den Kitas oder auch Schulen eine Notbetreuung anbieten, nach und nach ausgeweitet werden.

In einem ersten Schritt könnten etwa Lehrer und Erzieher diese bereits dann in Anspruch nehmen, wenn ein Elternteil in diesen Berufen arbeitet und die Familie keine andere Betreuungsmöglichkeit hat. Bislang galt das nur, wenn beide Elternteile als Lehrer oder Erzieher arbeiten. Auch Alleinerziehende oder Kinder aus Familien "in besonders herausfordernden Situationen" sollen laut einer Vorlage für die Senatssitzung am Donnerstag Betreuungsangebote bekommen.

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Menschen in sogenannten systemrelevanten Berufen in Krankenhäusern, Pflege, bei Polizei und Feuerwehr, in Justiz oder Einzelhandel können ihre Kinder schon seit einigen Wochen einer Notbetreuung anvertrauen - wenn mindestens ein Elternteil dort arbeitet. Konkrete Zeitpläne zur schrittweisen Ausweitung lagen zunächst nicht vor. Die Rückkehr zum Regelbetrieb werde bis 1. August angestrebt, hieß es.

NRW will Betreuung auf zehn Prozent der Kinder ausweiten

Nordrhein-Westfalen will die Notbetreuung in den Kindergärten auf zehn Prozent der Kinder ausweiten. Das kündigte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf an. Im vergangenen Monat hatte das Familienministerium gemeldet, dass in NRW nur zwischen 2,4 und 4,7 Prozent aller Kinder in den Kitas und der Kindertagespflege in der Notfallbetreuung sind.

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Ab 4. Mai sollen die Schulen dann schrittweise wieder öffnen, Großveranstaltungen bis 31. August verboten bleiben.  © Reuters
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Notbetreuung in Sachsen-Anhalt nun auch für Lehrer- und Verkäufer-Kinder

Sachsen-Anhalt bietet eine Notbetreuung künftig auch für Kinder von Lehrerinnen und Lehrern sowie Verkäuferinnen und Verkäufern an. Um diese beiden Berufsgruppen werde der Katalog derer ergänzt, die Anspruch auf eine Kinderbetreuung in Kita, Schule und Hort hätten, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Bislang gehören dazu etwa Beschäftigte im Gesundheits- oder Pflegesektor sowie Polizeibeamte. Ein Anspruch auf Notbetreuung bestehe schon dann, wenn ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeite, sagte die Ministerin.

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Die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, die Gruppe, die das in Anspruch nehmen darf, auszuweiten. Dazu wollen Bund und Länder an diesem Freitag in einer Telefonkonferenz eine gemeinsame Linie finden.

RND/dpa

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