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  • Kita-Öffnung: NRW-Familienminister droht mit Alleingang in Corona-Krise

NRW droht mit Alleingang bei Kita-Öffnung

  • Die nordrhein-westfälische Landesregierung will einen sogenannten improvisierten Regelbetrieb in Kitas.
  • Notfalls im Alleingang, wenn Ministerpräsidenten und Kanzlerin am Mittwoch keinen einheitlichen Kurs beschließen.
  • “Wir lassen uns nicht noch eine Woche vertrösten”, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp.
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Berlin. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat bei der Kita-Öffnung in der Corona-Pandemie mit einem Alleingang gedroht, sollte Kanzlerin Angela Merkel am kommenden Mittwoch mit den Ministerpräsidenten keinen einheitlichen Kurs beschließen.

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“Ich möchte jetzt gerne unseren Weg gehen. Wir lassen uns nicht noch eine Woche vertrösten”, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) im “Morning Briefing”-Podcast von Gabor Steingart am Montag. Zwar sollten sich Erzieher und Tagespflegepersonal in der derzeitigen Situation sicher fühlen können, aber andererseits müssten auch die Kinder möglichst zügig zurück in die Betreuung.

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Stamp kritisiert zentrale Entscheidung über länderspezifische Fragen

“Wir haben als Familienminister klare Wege aufgezeigt. Es gibt ein Konzept der schrittweisen Öffnung”, sagte Stamp weiter. Dieses sehe vier Phasen vor - “von der Notbetreuung über die erweiterte Notbetreuung bis zum improvisierten Regelbetrieb und schließlich dem Regelbetrieb.”

Man sei nun in der zweiten Phase so weit, einen improvisierten Regelbetrieb ins Auge fassen zu können. Zudem kritisierte Stamp die zentrale Entscheidung über länderspezifische Fragen unter Führung der Kanzlerin. “Die Länder brauchen ihre Freiheit, die Pandemie verläuft in den Ländern unterschiedlich.”

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Am 6. Mai beraten Kanzlerin Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer erneut über weitere Lockerungen der Auflagen und Beschränkungen in der Corona-Pandemie.

RND/dpa

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