Giffey fordert einheitliches Stufenmodell für Kita-Öffnung

  • Für die Schulen soll bundesweit ein Stufenmodell gelten, sobald sie nach dem Lockdown wieder öffnen können.
  • Familienministerin Franziska Giffey fordert ein solches Konzept nun auch für die Kitas.
  • Generell müssten Kitas die ersten sein, die bei Lockerungen wieder öffnen dürfen.
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Berlin. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat ein verlässliches und möglichst bundesweit einheitliches Stufenmodell bei der Rückkehr in den Kita-Normalbetrieb gefordert. „Wichtig ist, dass Eltern verlässliche Aussagen über die Kinderbetreuung bekommen“, sagte Giffey am Montag nach Beratungen mit dem sogenannten Corona-Kita-Rat. In dem Gremium tauschen sich seit dem Sommer Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Gewerkschaften, Eltern und Kindertagespflege regelmäßig über Erfahrungen und Konzepte im Umgang mit der Pandemie in den Kitas aus.

Anders als bei den ersten Kita-Schließungen zu Beginn der Pandemie haben laut Giffey im aktuellen Lockdown neun Bundesländer die Kindertagesstätten offen gehalten. Sie appellieren demnach an die Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Die restlichen sieben Bundesländer hätten den Kita-Betrieb dagegen auf eine Notbetreuung umgestellt. „Das ist eine unterschiedliche Herangehensweise, die von den Ländern mit dem unterschiedlichen Infektionsgeschehen begründet wird“, sagte Giffey.

Die derzeitigen Corona-Infektionszahlen ließen keine großen Lockerungen zu. Man müsse jedoch berücksichtigen, dass das Infektionsgeschehen bei kleinen Kindern geringer sei als bei Erwachsenen. Kitas müssten daher die ersten sein, die bei Lockerungen der Corona-Regeln wieder öffnen dürften.

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Elternvertreter fordern verlässliche Konzepte und zusätzliche Urlaubstage

Auch die Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (BEVKi) forderte verlässliche Konzepte bei der Wiederöffnung, falls es Schließungen bei den Kitas geben sollte. Außerdem solle der Bund den Eltern zusätzliche Urlaubstage finanzieren und den „Corona-Kinderbonus“ wieder auflegen.

Am Montag hatten bereits die Kultusminister der Länder in einer Schaltkonferenz beschlossen, dass die Schulen länger als geplant geschlossen bleiben sollen. Allerdings soll es stufenweise Öffnungen für untere Klassen und Abschlussklassen geben, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin mitteilte. Die Videokonferenz der Kultusminister sollte vor allem der Vorbereitung erneuter Beratungen der Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Dienstag dienen.

RND/dpa

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