Kirchen rufen zu verstärktem Einsatz für Menschenwürde von Migranten auf

  • Die Kirchen in Deutschland haben ein Grundlagenpapier zum Thema Migration veröffentlicht.
  • Gemeinsam rufen sie dazu auf, die Menschenwürde von Migrantinnen und Migranten zu stärken.
  • Sie geben auch Handlungsempfehlungen ab.
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Hannover/München. Gemeinsam haben die christlichen Kirchen in Deutschland Politik und Gesellschaft dazu aufgerufen, sich stärker für die Menschenwürde von Migrantinnen und Migranten einzusetzen. Mit einem von der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) am Donnerstag veröffentlichten Grundlagenpapier wollen die Kirchen ihre gemeinsame Position zum Thema Migration verdeutlichen und Handlungsempfehlungen geben.

Mit dem Text wolle man ein deutliches Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit setzen, betonte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. „Wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe und Weltanschauung bedrängt und verletzt werden, ist unser Platz an ihrer Seite“, sagte er. Die Kirchen stellten unmissverständlich klar, allen menschenfeindlichen Strömungen entgegenzutreten.

Bedford-Strohm: „Skandalös und zutiefst beschämend“

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Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strom rückte die europäische Flüchtlingspolitik in den Fokus. „Dass die Würde und die Rechte von Geflüchteten an so vielen Orten weltweit missachtet und verletzt werden, so auch an den Außengrenzen der EU, ist skandalös uns zutiefst beschämend“, sagte er. In ihrem 216-seitigen Papier sprechen sich die Kirchen auch für eine „solidarische, an den Menschenrechten ausgerichtete Reform der europäischen Flüchtlingspolitik“, für sichere Zugangswege für Schutzsuchende und eine solidarische Verantwortungsverteilung unter den Ländern aus.

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Auch angesichts der sich zuspitzenden Situation an der polnisch-belarussischen Grenze sei es Aufgabe der Kirchen, sich gemeinsam, mit Nachdruck und immer wieder aus Neue für die Einhaltung der Menschenwürde zu einzusetzen, so die Bischöfe. Das neue Grundlagenpapier löst eine bereits mehr als 20 Jahre alte Erklärung zum Thema Migration ab.

RND/dpa

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