Katja Kipping ruft Linke zur Einheit auf

  • Am Dienstag wählte die Linksfraktion einen neuen Vorstand.
  • Dabei offenbarten die 69 Abgeordneten erneut den tiefen Riss durch ihre Reihen.
  • Die Parteivorsitzende Katja Kipping fordert nun mehr Zusammenhalt.
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Berlin. Die Vorsitzende der Linken, Katja Kipping, hat ihre Partei nach der Wahl des Fraktionsvorstandes zur Zusammenarbeit aufgerufen. „Die Wahlergebnisse sind ein Weckruf zur Einheit“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Zeiten, in denen ein Bündnis meint, es könne allein gegen ein anderes Bündnis durchziehen, sollten der Vergangenheit angehören.“ Kipping fügte hinzu: „Die Wahlergebnisse sind auch ein Weckruf, von den innerlinken Machtfragen zu den gesellschaftlichen Machtfragen zu kommen.“

Die 69-köpfige Fraktion hatte am Dienstag Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch zu Vorsitzenden gewählt. Mohamed Ali bekam als Nachfolgerin von Sahra Wagenknecht jedoch nur 52,2 Prozent der Stimmen und Bartsch ebenfalls lediglich 63,7 Prozent. Bei Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte sah das Ergebnis kaum besser aus als bei Mohamed Ali. Zwei Kandidaten fielen durch: Heike Hänsel und Lorenz Gösta Beutin.

Alle Resultate gelten als Beleg für die anhaltende Spaltung der seit Jahren von Intrigen geschüttelten Fraktion in drei Lager. Manche Ergebnisse werden auch als Racheakte gewertet.

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