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Kinderschutzbund: Schülern Chance geben für Impfung bis zum Ende der Sommerferien

  • Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, begrüßt den Beschluss, Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren künftig ein Impfangebot zu machen.
  • Das hatten Bund und Länder auf ihrem Impfgipfel beschlossen.
  • Nun sei wichtig, dass sie auch die Chance bekämen, sich bis zu Beginn des neuen Schuljahrs auch impfen lassen zu können.
Johanna Apel
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Berlin. Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes begrüßt die Entscheidung, Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren künftig ein Impfangebot zu machen. Darauf hatten sich der Bund und die Länder auf dem Corona-Impfgipfel am Donnerstag geeinigt.

Nun müsse man darauf setzen, dass alle Schülerinnen und Schüler auch die Chance hätten, bis zum Beginn des kommenden Schuljahrs geimpft zu sein, sagte Heinz Hilgers am Donnerstagabend dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Dabei sei es allerdings auch wichtig, vor der Impfung eine „doppelte Zustimmung“ zu haben: von den Sorgeberechtigten, aber auch von den Kindern und Jugendlichen selbst. Eine Impfpflicht dürfe es nicht geben – auch nicht durch die Hintertür.

Hilgers: Verunsicherung durch unterschiedliche Informationen

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Bei der Impfung brauche es besondere Sensibilität der Ärztinnen und Ärzte, sagte Hilgers. Deswegen hätte er sich auch eine besondere Impfkampagne gewünscht. Kinder und Jugendliche bräuchten eine besondere Aufklärung, das Impfen über Kinderärzte und Arztpraxen sei deshalb der bessere Weg.

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Hilgers kritisierte außerdem, dass unterschiedliche Signale und Informationen seitens der Politik in den vergangenen Tagen zu einer Verunsicherung bei Familien, Kindern und Jugendlichen geführt hätten. „Es besteht die Gefahr, dass die Impfbereitschaft dadurch geschädigt wird“, so der Kinderschutzbundpräsident.

Lehrerverband enttäuscht von Ergebnissen des Impfgipfels

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Der Deutsche Lehrerverband hat enttäuscht auf den Beschluss von Bund und Ländern zur Öffnung der Impfung für ab Zwölfjährige reagiert, ohne dies mit einer Priorisierung und einer Impfkampagne speziell für Jugendliche zu verbinden. „Der Deutsche Lehrerverband bezweifelt, ob die auf dem Impfgipfel vorgestellten Beschlüsse nennenswerte positive Auswirkungen für den Schulbetrieb im nächsten Schuljahr haben werden“, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Die wohl in nächster Zeit nicht erfolgende allgemeine Impfempfehlung der StiKo wird viele, wenn nicht sogar die Mehrheit der Eltern davon abhalten, dieses Impfangebot für ihre Kinder wahrzunehmen“, kritisierte der Lehrerverbandschef. Offensichtlich glaube ja auch die Bundesregierung nicht an den schnellen Erfolg ihres Impffahrplans, sonst hätte sie dazu eine umfassende Impfkampagne gestartet, sagte Meidinger.

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