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Kinderbonus: Warum der kleine “Wumms” für die Familien sinnvoll ist

  • Die Politik nimmt im Rahmen des Konjukturpakets Geld für die Familien in die Hand – und will einen Kinderbonus von 300 Euro zahlen.
  • Das ist nicht nur erfreulich für diejenigen, die das Geld bekommen.
  • Es ist auch mit Blick auf die Wirtschaft eine kluge Entscheidung, kommentiert Tobias Peter.
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Es klingt ein bisschen nach Taschengeld für Eltern. 300 Euro pro Kind will die Bundesregierung den Eltern in der Corona-Krise als Aufschlag auf das Kindergeld zahlen – wahrscheinlich in drei Raten in Höhe von je 100 Euro, wie es aus dem Familienministerium heißt.

Doch das Taschengeld summiert sich: Insgesamt 4,3 Milliarden Euro sind für den Kinderbonus im Konjunkturpaket der Bundesregierung veranschlagt. Ist dieses Geld gut angelegt und gerecht verteilt? Oder werden hier Milliarden achtlos verbrannt?

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Nicht jeder bekommt das Geld

Die Antwort lautet: Der Kinderbonus ist sinnvoll und gerecht, weil er klug ausgestaltet ist. Wer ein hohes Einkommen hat, wird von der Leistung am Ende nichts haben, weil sie bei der Steuer mit den Kinderfreibeträgen verrechnet werden soll. Bei den Familien, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben, kommt das Geld aber an. Sie können von dem Geld mit ihren Kindern nach den harten Monaten des Corona-Lockdowns vielleicht einmal einen Besuch im Freizeitpark machen – oder es in ein Tablet investieren und damit die Bildungschancen ihres Kindes im Digitalzeitalter verbessern.

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Das hilft Familien. Und es ist ein echter Beitrag, um die Konjunktur in wirtschaftlich schwierigen Zeiten anzukurbeln. Gekoppelt mit der befristeten Senkung der Mehrwertsteuer kann, mit einer Wortschöpfung des Bundesfinanzministers ausgedrückt, der kleine “Wumms” für die Familien ein spürbarer Impuls für unsere Wirtschaft werden.

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RND-Korrespondent Tobias Peter spricht mit Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers über Kita-Öffnungen und ärmere Familien in der Corona-Krise.
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Es ließe sich natürlich argumentieren, dass es für Eltern noch wichtiger ist, dass zusätzliches Geld für die bessere Betreuung und Bildung von Kindern mobilisiert wird. Doch: Das eine schließt ja das andere nicht aus – in der Theorie nicht und zum Glück auch nicht in der Praxis. Auch für den Kapazitätsausbau an Kitas und den Ganztag mobilisiert die Regierung neue Milliarden. Hier sollte die Politik das Tempo weiter beschleunigen.

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