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  • „Killer“-Vorwurf: Biden reagiert zurückhaltend auf Putins Gesprächsangebot

Kreml stellt klar: Putins Gesprächsangebot an Biden sollte Beziehungen retten

  • US-Präsident Joe Biden hatte hart gegen Russlands Staatschef Wladimir Putin ausgeteilt.
  • In einem Interview bejahte er die Frage, ob er Putin für einen „Killer“ halte.
  • Auf Putins Gesprächsangebot reagierte Biden kühl - der Kreml zeigt dafür wenig Verständnis.
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Washington. Im verbalen Konflikt mit Russland hat US-Präsident Joe Biden zurückhaltend auf das Angebot eines baldigen Gesprächs mit Kremlchef Wladimir Putin reagiert. „Ich bin sicher, wir werden irgendwann reden“, sagte Biden am Freitag im Weißen Haus vor seiner Abreise nach Atlanta auf entsprechende Fragen von Reportern. Putin hatte Biden am Donnerstag ein Gespräch in den nächsten Tagen vorgeschlagen – „aber unter der Bedingung, dass wir das faktisch live machen, wie man so sagt online“. Als mögliche Tage dafür hatte Putin Freitag oder den kommenden Montag erwähnt.

Biden hatte den Konflikt mit Putin mit scharfen Äußerungen über den Kremchef angeheizt. Der US-Präsident bejahte in einem Interview unter anderem die Frage, ob Putin ein „Killer“ sei. Putin reagierte mit Kritik an den USA und verwies unter anderem darauf, dass die Vereinigten Staaten in ihrer Geschichte als bislang einziges Land der Erde Atomwaffen eingesetzt hatten.

Kreml reagiert pikiert

Der Kreml reagierte wiederum mit Unverständnis. Präsident Wladimir Putins Angebot des öffentlich geführten Telefonats solle verhindern, dass die bilateralen Beziehungen komplett abreißen würden, teilte der Kreml am Freitag mit.

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Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte dazu, das Öffentliche solle darauf abzielen, dass nicht noch mehr irreparabler Schaden zu den ohnehin schon beschädigten Beziehungen komme. „Da Bidens Worte ziemlich beispiellos waren, können beispiellose Formate nicht ausgeschlossen werden“, sagte Peskow. „Präsident Putin hat vorgeschlagen, die Situation offen zu besprechen, weil das interessant für die Menschen in beiden Ländern wäre.“

Der Kreml habe seither nichts vom Weißen Haus gehört und werde die Anfrage nicht wiederholen. „Das Ausbleiben einer Antwort würde die Verweigerung einer Konversation bedeuten.“

RND/dpa

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