Kühnert weint: emotionaler Abschied als Juso-Chef

  • SPD-Vize Kevin Kühnert gibt sein Amt als Juso-Chef ab, weil es ihn in den Bundestag zieht.
  • Bei seiner Rede beim Bundeskongress der Jusos wurde Kühnert sehr emotional.
  • Er betonte, dass die Jungsozialisten häufig mehr am Puls der Zeit gewesen seien, als andere ihnen nachsagten.
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Berlin. SPD-Vize Kevin Kühnert hat sich in einer sehr emotionalen Rede unter Tränen aus dem Amt des Juso-Chefs verabschiedet. „Es hat mir bombastischen Spaß gemacht“, betonte er am Samstag beim digitalen Bundeskongress der Jungsozialisten. Seinen Verband rief er auf, sich nicht kleinmachen und unterkriegen zu lassen.

„Lasst euch nicht erklären, dass die Debatten nicht wichtig sind“, forderte er. Kühnert tritt nach drei Jahren vorzeitig als Juso-Chef zurück, weil er im kommenden Jahr in den Bundestag einziehen will.

“Mehr auf Jusos hören”

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Der 31-Jährige beschrieb in seiner Rede die Aufgabe der Jusos: Sie seien kein Debattierclub, sondern wollten Einfluss nehmen auf reale politische Entscheidungen. Dabei sei es ihnen in den vergangenen Jahren auch darum gegangen, die Parteien aufzurütteln, die sich alle zu sehr in der Mitte des politischen Spektrums versammelt hätten und sich alle irgendwie einig seien.

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Kevin Kühnert - emotionaler Abschied von den Jusos
2:03 min
"Es tut mir Leid, dass ich ein letztes Mal das Zeitbudget massiv gerissen habe", sagte Kevin Kühnert am Samstag in Berlin.  © Reuters

„Als Antwort auf unsere Vorschläge will ich nicht hören “Mann, seid ihr verrückt”, sondern ich will Gegenvorschläge hören“, betonte er.

Die Jusos seien häufig mehr am Puls der Zeit gewesen, als viele realisiert hätten. Viele ihrer Vorschläge seien zunächst nicht ernst genommen worden, würden inzwischen aber in der SPD ernsthaft diskutiert - etwa ein fahrscheinloser Nahverkehr.

„Mehr auf Jusos zu hören, heißt häufig auch früher zu merken, wo brenzlige politische Debatten anstehen“, sagte er.

RND/dpa

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