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Linke lehnt Nullrunde bei der Rente ab – auch in der Corona-Krise

  • In der Corona-Krise droht bei der Rente im kommenden Jahr eine Nullrunde.
  • Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch lehnt das ab.
  • Er macht einen Vorschlag, woher das Geld für eine Rentenerhöhung kommen soll.
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Berlin. Die Linke lehnt eine Nullrunde bei der Rente auch in Zeiten der Wirtschaftskrise durch die Folgen der Corona-Pandemie ab. “Eine Nullrunde im Westen und eine Mini-Erhöhung im Osten dürfen nicht das letzte Wort sein”, sagte der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Bei entsprechender Inflation sind sie eine reale Minusrunde, sozial problematisch und Gift für die Konjunktur im kommenden Jahr.”

Bartsch sagte: “Um eine Rentenerhöhung zu finanzieren, schlagen wir Kürzungen des überdimensionierten Verteidigungshaushalts vor.”

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Hintergrund ist, dass die übliche Rentenerhöhung im kommenden Jahr im Westen Deutschlands komplett ausfallen könnte. Im Osten wird es voraussichtlich nur eine minimale Erhöhung um 0,7 Prozent geben. Das ist jedenfalls die Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Rentenversicherung, Alexander Gunkel. Da die Renten sich unter anderem an der Lohnentwicklung des Vorjahres orientieren, ist die Einschätzung Gunkels plausibel.

Der rentenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Matthias W. Birkwald, führte aus, seine Partei fordere seit Jahren eine schrittweise steuerfinanzierte Wiederanhebung des Rentenniveaus auf perspektivisch 53 Prozent. “Nie war die Gelegenheit besser als jetzt”, sagte er dem RND. “Das würde die Kaufkraft von 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in der Krise stärken.” Auf diese Weise ließe sich der Lebensstandard von Rentnern sichern und Altersarmut bekämpfen, führte Birkwald aus.

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