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Nach Verbot der „One-Love“-Armbinde

Initiative „Gegen Homophobie in Katar“ spricht von „WM der Schande“

Die spezielle Kapitänsbinde als Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt auf einem Tisch.

Die spezielle Kapitänsbinde als Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt auf einem Tisch – getragen werden, darf sie nicht.

Berlin. Der Gründer der Initiative „Liebe kennt keine Pause – gegen Homophobie in Katar“, Bernd Reisig, hat angesichts des Verbots der „One-Love“-Binde bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar durch die Fifa und der Bereitschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), dem zu folgen, Konsequenzen angemahnt. Er hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) vor drei Wochen bei einer Reise in das Emirat begleitet.

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„Diese WM hat sich durch das Verhalten der Fifa zu einer WM der Schande entwickelt; das frühe Einknicken des DFB ist erbärmlich, schadet dem gesamten Fußball und wird uns noch lange beschäftigen“, sagte Reisig dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Es sei „billig und unaufrichtig, wenn man sich nur zur Wehr setzt, solange es nicht wehtut“. Die Fifa hatte der deutschen Mannschaft mit Sanktionen gedroht, der DFB hatte dem nachgegeben.

Reisig: Die Fifa solle sich am besten „komplett auflösen“

Der frühere Fußballmanager forderte, ungeachtet der jüngsten Entwicklung, „weiter klare Botschaften für Vielfalt und gegen Homophobie zu setzen“, und zudem der Fifa zu signalisieren, „dass man sich das nicht gefallen lässt. Da hätte ich mir mehr Standhaftigkeit gewünscht.“ DFB-Präsident Bernd Neuendorf müsse „jetzt dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert“, so Reisig. Und Faeser solle nur dann zum ersten Spiel der deutschen Mannschaft am Mittwoch gegen Japan nach Katar fliegen, „wenn es ihr gelingt, dort ein klares Signal zu setzen. Wenn nicht, dann sollte sie es nicht tun.“

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Mit Blick auf die Reise, die am 31. Oktober und 1. November stattfand und an der auch Neuendorf teilgenommen hatte, zeigte sich der Vertreter der Initiative rückblickend „frustriert“. Fifa-Präsident Gianni Infantino habe bei dem damaligen Treffen einen sehr herzlichen Eindruck gemacht und sogar gesagt, dass Regenbogenfahnen okay seien. Was jetzt geschehe, „widerspricht dem, was wir besprochen haben“. Deshalb solle sich die Fifa am besten „komplett auflösen“.

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