• Startseite
  • Politik
  • Keine neuen Bundeswehr-Hubschrauber: Wegen Unwirtschaftlichkeit auch für 2021 kein Vertragsabschluss geplant

Vorerst kein neuer Bundeswehr-Transporthubschrauber - Vergabeverfahren aufgehoben

  • Zu unwirtschaftlich: Die Bundeswehr hat ihre Suche nach einem neuen schweren Transporthubschrauber gestoppt.
  • Selbst im kommenden Jahr wird es keinen Vertragsabschluss geben.
  • Um den Auftrag bewarben sich Boeing mit dem CH-47 “Chinook” und Sikorsky mit dem Modell CH-53K.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Das Beschaffungsamt der Bundeswehr (BAAINBw) hat das Verfahren für die Suche nach dem neuen schweren Transporthubschrauber der Bundeswehr aufgehoben. Es sei erkannt worden, dass “eine Realisierung des Projektes im geplanten Finanzrahmen bei gleichzeitiger Erfüllung aller Forderungen unwahrscheinlich ist”, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Berlin mit. Die vorliegenden Angebote seien als unwirtschaftlich bewertet worden, hieß es weiter. Der Zeitplan verschiebe sich nun, so dass ein Vertragsschluss im kommenden Jahr nicht mehr erreicht werden könne.

Schwere Transporthubschrauber sind für Einsätze des Militärs von zentraler Bedeutung. Das gilt für die Landes- und Bündnisverteidigung, aber auch Aufträge wie in Afghanistan oder den Einsatz von Spezialkräften. “Ziel bleibt weiterhin, das bisherige Muster CH-53G zeitgerecht zu ersetzen”, hieß es vonseiten des Ministeriums.

Um den Auftrag bewarben sich Boeing mit dem CH-47 "Chinook" und Sikorsky mit dem Modell CH-53K. An dem Sikorsky-Angebot ist ein deutsches Industrieteam beteiligt, dem die Unternehmen Rheinmetall, MTU Aero Engines, Autoflug und Hydro Systems angehören. Der Boeing-Hubschrauber - an seiner charakteristischen Bananen-Form mit zwei Rotoren leicht zu erkennen - ist lange in Betrieb. Boeing hat erklärt, eng mit der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie zusammenzuarbeiten und Wartung, Ausbildung und Technologielösungen und eigene Standorte in Deutschland genannt.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen